Republished with permission and featured in Evolution Exposed: Biology by Roger Patterson.
Selbst wenn alle Fakten auf einen intelligenten Designer hindeuten, wird eine solche Hypothese aus der Wissenschaft ausgeschlossen, da sie nicht naturalistisch ist.
—Dr. Scott Todd, Kansas State University, Nature 401(6752):423, Sept. 30, 1999
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Wissenschaft tatsächlich im christlichen Europa von Gelehrten entwickelt wurde, die davon ausgingen, dass Gott ein geordnetes Universum geschaffen hat. Wäre das Universum hingegen ein Produkt des Zufalls oder das Werk mehrerer Götter, die willkürlich in das Weltgeschehen eingreifen, gäbe es kaum einen Grund, eine verlässliche Ordnung in der Natur zu erwarten. Viele Begründer zentraler wissenschaftlicher Fachgebiete, darunter Bacon, Galileo, Kepler und Newton, gingen von einer erst vor kurzer Zeit geschaffenen Erde aus. Die Vorstellung, die Wissenschaft könne eine kreationistische Perspektive nicht akzeptieren, verkennt die Wissenschaftsgeschichte.
Um zu verstehen, dass die Wissenschaft praktische Grenzen hat, ist es hilfreich, sie in zwei verschiedene Bereiche zu unterteilen: die operative Wissenschaft und die historische (Ursprungs-)Wissenschaft. Die operative Wissenschaft befasst sich mit dem Testen und Überprüfung von Ideen in der Gegenwart und ermöglicht die Entwicklung nützlicher Produkte wie Computer, Autos und Satelliten. Die historische (Ursprungs-)Wissenschaft hingegen bezieht sich auf die Deutung von Spuren und Befunden aus der Vergangenheit und umfasst Modelle wie Evolution und spezielle Schöpfung. Die Erkenntnis, dass alle Menschen Vorannahmen besitzen, die ihre Interpretation der Beweise beeinflussen, ist ein wichtiger Schritt, um zu erkennen, dass historische Wissenschaft nicht das Gleiche ist wie operative Wissenschaft. Da niemand (außer Gott) Augenzeuge der Vergangenheit war, müssen wir sie auf der Grundlage bestimmter Ausgangsannahmen interpretieren. Kreationisten und Evolutionisten verfügen über die gleichen Beweise; sie interpretieren sie jedoch innerhalb unterschiedlicher Deutungsrahmen. Die Evolution lehnt die Rolle Gottes im Universum ab, während der Kreationismus Seinen Augenzeugenbericht – die Bibel – als Grundlage für ein zutreffendes Verständnis des Universums anerkennt.
| Evolutionskonzept | Glencoe | PH-Campbell | PH-Miller | Holt | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|
| Es ist nicht notwendig, zwischen historischer und operativer Wissenschaft zu unterscheiden. | 11–23, 1060–1061 | 19, 299 | 3–14 | 14–20 | 1:1, 1:2, 3:1 |
| Beobachtbarkeit, Testbarkeit, Wiederholbarkeit und Falsifizierbarkeit sind die Kennzeichen der wissenschaftlichen Methode. | 11–23 | 27, 37–38, 305 | 10, 14, 369, T537 | 19 | 1:1, 1:2, 1:3 |
| Es gibt einige Fragen, die die Wissenschaft nicht beantworten kann. | 21–22 | 38 | 5–6 | — | 1:1, 1:3 |
| Fragen zum Verhalten können durch das Stellen von „Warum“-Fragen beantwortet werden. | — | 51, 54 | T870 | 824 | 1:1, 1:3 |
| Evolution wurde nicht beobachtet, aber wir können dennoch verstehen, wie sie geschah. | 396–397 | 51, 54 | 410 | — | 1:2, 1:3, 3:4 |
| Die biblische Schöpfung ist Religion, und Evolution ist Wissenschaft. | — | — | 3 | 277 | 1:1, 1:2, 1:3 |
Anmerkung: Seitenzahlen mit einem vorangestellten „T“ kennzeichnen Einträge aus den Lehrernotizen, die sich am Rand der Lehrerausgabe befinden.
Wenn eine Idee nicht überprüfbar, wiederholbar, beobachtbar und falsifizierbar ist, wird sie nicht als wissenschaftlich betrachtet.
In der ursprünglichen Bedeutung meint Wissenschaft schlicht „Wissen“. Wenn heute jedoch jemand sagt, er arbeite im Bereich der Wissenschaft, entsteht oft ein anderes Bild. Wissenschaft ist – nach Ansicht eines einflussreichen Teils der wissenschaftlichen Gemeinschaft – die systematische Methode, Wissen über das Universum zu gewinnen, wobei ausschließlich naturalistische oder materialistische Erklärungen und Ursachen zugelassen werden. Das Zitat auf Seite 19 spiegelt diese Haltung wider. Wissenschaft in diesem Sinne schließt Gott und die Möglichkeit, dass Er das Universum geschaffen hat, von vornherein aus, da – so wird behauptet – übernatürliche Aussagen weder überprüft noch wiederholt werden können. Wenn eine Idee nicht überprüfbar, wiederholbar, beobachtbar und falsifizierbar ist, gilt sie nicht als wissenschaftlich. Die Leugnung übernatürlicher Ereignisse begrenzt die Tiefe des Verständnisses, das Wissenschaft erreichen kann, sowie die Arten von Fragen, die sie stellen darf. Naturalismus und Materialismus können wir folgendermaßen definieren:
Naturalismus: Eine Überzeugung, dass einem Ereignis oder Objekt keine übernatürliche Bedeutung zukommt; insbesondere die Lehre, dass wissenschaftliche Gesetze ausreichen, um alle Phänomene zu erklären.
Materialismus: Eine Überzeugung, dass die physische Materie die einzige oder grundlegende Realität ist und dass alle Organismen, Prozesse und Phänomene als Manifestationen oder Interaktionen von Materie erklärt werden können.
Das Problem mit der obigen Definition von Wissenschaft besteht darin, dass die naturalistische Wissenschaft, obwohl sie behauptet, neutral und unvoreingenommen zu sein, von vornherein eine Voreingenommenheit aufweist. Das Zitat von Dr. Todd auf Seite 19 verdeutlicht diese Voreingenommenheit: Es existieren nur Materie und Energie, und alle Erklärungen und Ursachen müssen in direktem Zusammenhang mit den Gesetzen stehen, denen Materie und Energie folgen. Selbst wenn die erstaunlich komplexe Struktur bakterieller Flagellen so kompliziert erscheint, dass sie einen Designer voraussetzen muss, kann die naturalistische Wissenschaft diese Idee nicht akzeptieren, da sie außerhalb des Bereichs von Naturalismus und Materialismus liegt. Viele Wissenschaftler haben behauptet, dass das Zulassen übernatürlicher Erklärungen in unser Verständnis des Universums dazu führen würde, dass man aufhört, nach Antworten zu suchen und einfach erklären würde: „Gott wollte es so“. Dies ist natürlich falsch.
Die Fähigkeit, die Welt um uns herum zu untersuchen, ist nur sinnvoll, weil es einen Gesetzgeber gibt, der die Naturgesetze festgelegt hat. Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass die moderne Wissenschaft von Männern gegründet wurde, die überzeugt waren, dass die Natur untersucht werden kann, weil sie den vom Gesetzgeber gegebenen Gesetzen folgt. Johannes Kepler, einer der Begründer der Astronomie, sagte, Wissenschaft sei „ Gottes Gedanken nachzudenken“. Viele Begründer wissenschaftlicher Disziplinen, darunter Bacon, Newton, Kepler, Galileo, Pascal, Boyle, Dalton, Linnaeus, Mendel, Maxwell und Kelvin, waren gläubige Christen, die an die Bibel glaubten. Tatsächlich haben die scharfsinnigsten Historiker und Philosophen der Wissenschaft anerkannt, dass die Entstehung der modernen Wissenschaft ihren Ursprung in einer Kultur hatte, die zumindest dem Namen nach einer biblischen Weltanschauung verpflichtet war. (Siehe www.answersingenesis.org/go/bios.)
Die Wissenschaft wurde von Menschen mit materialistischer Weltanschauung vereinnahmt und als das höchste Mittel zur Erlangung von Wissen über die Welt erhoben.
Was sollen Christen also von der Wissenschaft halten? Die Wissenschaft wurde von Menschen mit materialistischer Weltanschauung vereinnahmt und als das höchste Mittel zur Erlangung von Wissen über die Welt erhoben. Das Buch der Sprüche lehrt uns, dass die Furcht vor Gott und nicht die Wissenschaft der Anfang der Erkenntnis ist. In einer biblischen Weltanschauung werden wissenschaftliche Beobachtungen im Lichte der Wahrheit interpretiert, die in der Bibel zu finden ist. Wenn die Schlussfolgerungen der in der Bibel offenbarten Wahrheit widersprechen, werden sie verworfen. Dasselbe geschieht in der naturalistischen Wissenschaft: Jede Schlussfolgerung, die keine naturalistische Erklärung hat, wird abgelehnt.
Die Begriffe Schöpfung und Evolution können auf viele verschiedene Arten verwendet werden. In diesem Buch wird Evolution verwendet, um den naturalistischen Prozess zu beschreiben, der angeblich über Milliarden von Jahren Moleküle zum Menschen geformt hat. Der Begriff Schöpfung wird in diesem Buch verwendet, um die übernatürlichen Handlungen Gottes zu beschreiben, durch die er das Universum und alles, was darin ist, in sechs ungefähr 24 Stunden langen Tagen vor etwa 6.000 Jahren geschaffen hat. Diese Perspektive wird oft als Junge-Erde-Kreationismus bezeichnet. Die wahre Geschichte des Universums wird uns aus Gottes Augenzeugenperspektive in der Bibel offenbart. Diese Geschichte lässt sich durch die 7 Cs zusammenfassen: Creation (Schöpfung) des Universums, Corruption (Verderbnis) des Universums als Folge der Sünde des Menschen, das Gericht der Menschheit in der Catastrophe (Katastrophe) der Sintflut Noahs, Confusion (Verwirrung) der Sprachen zu Babel, Christ (Christus), der auf die Erde kam, um ein gerechtes Leben zu führen und dann am Cross (Kreuz) für unsere Sünden zu bezahlen, und die zukünftige Consummation (Vollendung), wenn Gott den Neuen Himmel und die Neue Erde erschafft. Diese Geschichte bildet die Grundlage für die Interpretation von Beweisen aus der Sichtweise eines biblischen Kreationisten.
Die Unterscheidung zwischen zwei Arten wissenschaftlicher Studien hilft uns, die Grenzen naturalistischer Grundannahmen in der Wissenschaft zu verstehen:
Die in den Lehrbüchern verwendeten Beispiele für Wissenschaft beziehen sich nur auf operative (beobachtende) Wissenschaft. Diese Art von Wissenschaft, die Beobachtungen und wiederholte Experimente in der Gegenwart durchführt, ermöglicht es uns, Technologien zu entwickeln, die der Menschheit zugutekommen. Die Evolution passt nicht in die Definition der operativen Wissenschaft und sollte als historische (Ursprungs-)Wissenschaft eingeordnet werden.
Operative (Beobachtende) Wissenschaft: Ein systematischer Ansatz zum Verständnis, der beobachtbare, überprüfbare, wiederholbare und falsifizierbare Experimente nutzt, um zu verstehen, wie sich die Natur gewöhnlich verhält.
Die operative Wissenschaft ist die Art von Wissenschaft, die es uns ermöglicht zu verstehen, wie DNA Proteine in Zellen kodiert. Es ist die Art von Wissenschaft, die es uns erlaubt hat, Krankheiten zu heilen und zu behandeln, einen Menschen auf den Mond zu bringen, Satelliten und Teleskope zu bauen und Produkte herzustellen, die für den Menschen nützlich sind. Biblische Kreationisten glauben, dass Gott ein Universum geschaffen hat, das nach einer Reihe von Naturgesetzen funktioniert, die im gesamten Universum beständig wirken. Zu verstehen, wie diese Gesetze wirken, bildet die Grundlage wissenschaftlichen Denkens.
Einige Ereignisse widersprechen Naturgesetzen. Christen bezeichnen solche Ereignisse als Wunder, aber die naturalistische Wissenschaft muss einen Weg finden, diese Vorkommnisse natürlich zu erklären. Dieser Ansatz lehnt die Wunder der Bibel ab, weil sie nicht mithilfe von Naturgesetzen erklärt werden können. Solche Wissenschaftler versuchen gelegentlich, die Wunder der Bibel als natürliche Phänomene zu erklären, was letztlich die Autorität Gottes und Seines Wortes untergräbt.
Was ist historische (Ursprungs-)Wissenschaft? Historische Wissenschaft bedeutet, Beweise aus vergangenen Ereignissen auf der Grundlage einer vorausgesetzten philosophischen Perspektive zu interpretieren.
Die Vergangenheit ist nicht direkt beobachtbar, überprüfbar, wiederholbar oder falsifizierbar; daher stellen Interpretationen vergangener Ereignisse größere Herausforderungen dar als solche im Bereich der operativen Wissenschaft. Weder Schöpfung noch Evolution sind direkt beobachtbar, überprüfbar, wiederholbar oder falsifizierbar. Beide beruhen auf bestimmten philosophischen Annahmen darüber, wie die Erde entstanden ist. Die naturalistische Evolution geht davon aus, dass es keinen Gott gab, während die biblische Schöpfungslehre annimmt, dass es einen Gott gibt, der das Universum und alles darin geschaffen hat. Wenn man von zwei gegensätzlichen Grundannahmen ausgeht und dieselben Beweise betrachtet, ergeben sich sehr unterschiedliche Erklärungen für die Geschichte des Universums. Der Streit dreht sich nicht um die Beweise – diese sind dieselben –, sondern um die Art und Weise, wie die Beweise interpretiert werden sollten.
Evolutionisten behaupten häufig, dass Menschen das Wort „Theorie“ im Zusammenhang mit Wissenschaft falsch verwenden und nicht zwischen einer wissenschaftlichen Theorie und dem umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes unterscheiden. Man könnte sagen: „Ich habe eine Theorie, warum die Haare von Herrn Jones so komisch aussehen“, doch diese Theorie wurde nie mit einer breiten Vielzahl von Beobachtungen abgeglichen. In diesem Sinne handelt es sich nicht um eine Theorie im wissenschaftlichen Verständnis.
Vor diesem Hintergrund würden nur wenige bestreiten, dass es unterschiedliche Arten von Theorien gibt. Daher ist es sinnvoll, diesen Begriff weiter zu präzisieren, um jegliche Irreführung durch die unterschiedliche Verwendung des Wortes „Theorie“ zu vermeiden. So wie es hilfreich war, zwischen operativer und historischer Wissenschaft zu unterscheiden, ist es ebenso sinnvoll, zwischen operativen und historischen Theorien zu differenzieren. Im Folgenden wird die wissenschaftliche operative Theorie definiert.
Operative Theorie: Eine Erklärung einer Reihe von Fakten auf der Grundlage eines breiten Spektrums wiederholbarer und überprüfbarer Beobachtungen, die innerhalb einer Gruppe von Wissenschaftlern allgemein anerkannt ist.
Dass die Evolution zum Status einer operativen Theorie (und nach Ansicht einiger sogar zur „Tatsache") erhoben wurde, liegt nicht an der Stärke der Beweise, sondern geschieht trotz dieser. Da evolutionäre Vorstellungen Interpretationen vergangener Ereignisse sind, sind sie nicht so fundiert wie überprüfbare wissenschaftliche Theorien wie Einsteins Relativitätstheorie oder Newtons Gravitationstheorie. Diese Theorien bieten vorhersagbare Modelle und ermöglichen es, Experimente durchzuführen, um ihre Gültigkeit unter unterschiedlichen Bedingungen zu prüfen. Die Molekül-zum-Mensch-Evolution bietet diese Möglichkeit nicht, da diese Ereignisse in der Vergangenheit stattgefunden haben. Daher ist die Evolution keine operative Theorie. Aus diesen Gründen kann die Evolution zusammen mit Schöpfungsmodellen und anderen Ursprungstheorien als historische Theorie betrachtet werden.
Historische Theorie: Eine Erklärung vergangener Ereignisse, die auf der Interpretation von Beweisen basiert, die in der Gegenwart verfügbar sind.
Es ist wichtig zu erkennen, dass die Vorannahmen eines Menschen beeinflussen, wie er Beweise interpretiert. Die Evolution basiert auf einem Denkansatz, der Gott ablehnt. Die Schöpfungslehre hingegen geht von der Autorität des Wortes Gottes aus. Solche Vorannahmen sind wie eine Brille, durch die man die Welt um sich herum betrachtet.
Evolution erfüllt diese Definition von Theorie, beruht jedoch auf der Annahme des Naturalismus. In der naturalistischen wissenschaftlichen Gemeinschaft ist die Evolution zu einer Theorie geworden, die als etablierte Tatsache und nicht als Erklärung betrachtet wird. Die Evolution ist das vorherrschende Paradigma, und die meisten Wissenschaftler haben aufgehört, die zugrunde liegenden Annahmen, auf denen die Theorie basiert, kritisch zu hinterfragen. Auch Kreationisten entwickeln Theorien, jedoch im Lichte der biblischen Wahrheit, aber diese werden von Wissenschaftlern nicht in gleichem Maße anerkannt. Alle Interpretationen (Theorien) der Vergangenheit basieren auf Annahmen und können nicht mit Tatsachen gleichgesetzt werden, die in der Gegenwart beobachtbar sind. Dies gilt sowohl für kreationistische als auch für evolutionistische Theorien. (Siehe Artikel 1:3 auf Seite 29 für weitere Informationen zu diesem Thema.)
Die Evolution stützt sich außerdem stark auf die Annahme des Uniformitarismus – eine Überzeugung, dass die Gegenwart der Schlüssel zur Vergangenheit ist. Anhängern des Uniformitarismus zufolge sind die Prozesse im Universum mit einer relativ konstanten Geschwindigkeit abgelaufen. Einer dieser Prozesse ist die Geschwindigkeit der Gesteinsbildung und Erosion. Wenn Gesteine heute mit einer bestimmten Rate gebildet oder abgetragen werden, gehen Uniformitaristen davon aus, dass dies auch in der Vergangenheit nahezu ebenso geschehen sein muss. Diese Annahme wird akzeptiert, obwohl es keine Beobachtungen über die Erosionsrate in ferner Vergangenheit gibt und keine Möglichkeit besteht, die Erosionsrate der Vergangenheit empirisch zu prüfen. Die Bibel macht jedoch sehr deutlich, dass einige Ereignisse der Vergangenheit radikal anders abgelaufen sind, als Vorgänge, die wir heute gewöhnlich beobachten. Die Sintflut Noahs hätte beispielsweise die Erdoberfläche verwüstet und eine Landschaft aus Milliarden von toten Lebewesen geschaffen, die in Gesteinsschichten begraben wurden, was genau dem entspricht, was wir heute beobachten.
Gute operative Wissenschaft kann uns Antworten auf viele Fragen über die Welt um uns herum und ihre Funktionsweise geben, aber sie kann nicht die Frage beantworten, woher wir kommen und warum wir hier sind.
So wie Evolutionisten nicht dabei waren, um die Evolution über mehrere Milliarden Jahre zu beobachten, waren auch Kreationisten nicht Zeugen der Ereignisse der sechs Schöpfungstage. Der Unterschied besteht darin, dass Kreationisten den Augenzeugenbericht des Schöpfers über die Ereignisse der Schöpfung besitzen, während Evolutionisten eine Geschichte erfinden müssen, um die Ursprünge ohne das Übernatürliche zu erklären. Nur weil viele Wissenschaftler diese Geschichte glauben, wird sie dadurch nicht wahr. Der Glaube an die Bibel und die Informationen, die uns von unserem Schöpfer offenbart wurden, gibt uns eine Grundlage für unser Denken – auch für unser wissenschaftliches Denken. Gute operative Wissenschaft kann uns Antworten auf viele Fragen über die Welt um uns herum und ihre Funktionsweise geben, aber sie kann nicht die Frage beantworten, woher wir kommen und warum wir hier sind. Diese Fragen liegen außerhalb des Bereichs der operativen Wissenschaft. Aber wir bleiben nicht ohne Antwort. Gott hat uns die Antworten auf diese Fragen in Seinem Wort, der Bibel, gegeben.
1:1 Das Wesen der Wissenschaft und der Ursprungstheorien, Gish, www.icr.org/article/391
Wissenschaftliche Theorien müssen prüfbar und prinzipiell widerlegbar sein. Weder die Evolution noch die biblische Schöpfungslehre qualifizieren in diesem Sinne als wissenschaftliche Theorie, da sich beide auf historische Ereignisse beziehen, die nicht wiederholt werden können. Sowohl Evolution als auch Schöpfung beruhen auf nicht beobachteten Annahmen über vergangene Ereignisse. Es ist daher inkonsistent zu behaupten, die Evolution erfülle Anforderungen an eine wissenschaftliche Theorie, die Schöpfung jedoch nicht. Beide besitzen wissenschaftlichen Charakter, indem sie versuchen, wissenschaftliche Daten innerhalb eines bestimmten Deutungsrahmens (Modells) in Beziehung zu setzen.
Keine Ursprungstheorie kann es vermeiden, philosophische Aussagen als Grundlagen zu verwenden. Kreationisten erklären den Ursprung des Universums und des Lebens auf der Erde durch einen übernatürlichen Akt eines intelligenten Schöpfers. Evolutionisten hingegen lassen keine übernatürliche Erklärung als Grundlage zu, sondern bestehen darauf, dass ausschließlich Naturgesetze und natürliche Prozesse als Erklärungen herangezogen werden dürfen. Beides sind Weltanschauungen, die zur Interpretation der Daten dienen. Die Daten sind dieselben; die Interpretationen gelangen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen, die sich aus den jeweiligen Ausgangsannahmen ergeben. Wenn in öffentlichen Schulen ausschließlich die Evolution gelehrt wird, fördert dies eine atheistische Weltanschauung, ebenso wie ein ausschließlicher Unterricht der Schöpfungslehre eine theistische Weltanschauung fördern würde. Lernende werden dahingehend geprägt zu glauben, sie seien bedeutungslose Produkte der Evolution und es gebe keinen Gott, dem sie Rechenschaft schuldig seien.
Das Leben auf der Erde wurde entweder geschaffen oder es entstand durch einen fortschreitenden Entwicklungsprozess; eine andere Alternative gibt es nicht. Auch wenn es viele verschiedene Varianten sowohl der Schöpfungs- als auch der Evolutionslehre gibt, können nicht beide zugleich zutreffen.
Beobachtungen an lebenden Organismen können das Verständnis vieler Aspekte der Biologie erweitern. Aber es ist wichtig, die Grenzen zu erkennen, sobald man den historischen Bereich Wissenschaft betritt.
1:2 Feedback: Ein „herrlicheres“ Mittel zur Schöpfung? Hodge, www.answersingenesis.org/go/glorious
Zu akzeptieren, dass Gott das Universum auf die Weise geschaffen hat, wie Er es selbst offenbart hat, stellt für viele, die die von evolutionären Wissenschaftlern vertretene Auslegung annehmen möchten, ein Hindernis dar. Es gibt viele Gründe, weshalb der Gott der Bibel nicht die Evolution und den Urknall zur Erschaffung der Schöpfung eingesetzt hätte. Wer dennoch an dieser Sichtweise festhält, liest die fehlbare menschliche Deutung wissenschaftlicher Daten in den Text der Genesis hinein.
Den Urknall oder die Evolution als Tatsachenberichte über den Ursprung des Lebens und des Universums zu akzeptieren, ist nicht wissenschaftlich. Es handelt sich dabei um Interpretationen von Fakten. Die Annahmen, die diesen Interpretationen zugrunde liegen, beruhen auf der Vorstellung, dass der Mensch Wahrheit unabhängig von Gott bestimmen könne. Die operative Wissenschaft basiert auf wiederholbaren Beobachtungen und falsifizierbaren Aussagen, während historische Wissenschaft auf der Interpretation von Daten beruht, die nicht wiederholt werden können. Die operative Wissenschaft führt zu Computern und Raumfähren als Ergebnisse wiederholbarer Prozesse. Die historische Wissenschaft hingegen führt zu wechselnden Interpretationen, die nicht zuverlässig sind.
Der einzige Weg zu einer zutreffenden Interpretation besteht darin, von wahren Annahmen auszugehen. Da die Bibel der Augenzeugenbericht des Schöpfers des Universums ist, bildet sie den besten Ausgangspunkt für die Interpretation vergangener Ereignisse.
1:3 Schöpfung: Wo ist der Beweis? Ham, www.answersingenesis.org/go/proof
Alle Wissenschaftler, ob Kreationisten oder Evolutionisten, verfügen über dieselben Beweise; der Unterschied liegt in den Vorannahmen, die zur Interpretation dieser Beweise verwendet werden. Jedes Denken beruht auf bestimmten Grundannahmen. Biblische Kreationisten gehen von der Annahme aus, dass die Bibel eine genaue Augenzeugengeschichte des Universums als Grundlage für wissenschaftliches Denken liefert. Evolutionisten hingegen beginnen mit der Vorannahme, dass ausschließlich Naturgesetze zur Erklärung der Fakten herangezogen werden dürfen. Fakten existieren in der Gegenwart, und unsere Interpretationen sind der Versuch, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. Evolutionisten müssen alles über die Vergangenheit annehmen, während biblische Kreationisten in der Bibel gewissermaßen eine „Zeitmaschine“ haben, die wertvolle Einblicke in die Vergangenheit ermöglicht.
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Es ist nicht zutreffend zu behaupten, es gebe unterschiedliche Beweise für Schöpfung und Evolution. Alle verfügen über dieselben Beweise – sie werden lediglich unterschiedlich interpretiert.
Wenn jemand erwartet, dass man darlegt, warum die Bibel oder die Schöpfung wahr ist, ohne dabei die Bibel als Beweis zu verwenden, verschafft er sich damit einen Vorteil. Er setzt voraus, dass Fakten neutral seien und Wahrheit unabhängig von Gott bestimmt werden könne. Fakten werden jedoch immer interpretiert, und das Wort Gottes ist absolut vertrauenswürdig. Wenn gezeigt wird, wie die Bibel zur schlüssigen Erklärung eines Sachverhaltes, wie etwa der Existenz von Fossilien, herangezogen werden kann, verdeutlicht das, dass sie als Maßstab für die Deutung von Fakten geeignet ist. Viele Menschen erkennen nicht, wie stark ihre Vorannahmen ihr Denken prägen. Die Vorannahmen einer Person offenzulegen, hilft ihr zu erkennen, wie sie die Fakten filtert, und das Hinterfragen der Herkunft dieser Vorannahmen zwingt sie dazu, ihre Haltung zu überprüfen.
Wenn Wissenschaft ausschließlich auf naturalistischen Erklärungen beruht, muss sie davon ausgehen, dass unsere Gedanken letztlich nichts weiter sind als Produkte chemischer Reaktionen, die sich durch Zufall entwickelt haben. Wie kann man sich letztendlich darauf verlassen, dass aus Zufälligkeit eine richtige Denkweise hervorgeht? Wenn es keinen Gott gibt, wie kann man dann philosophisch sinnvoll von Realität sprechen? Wie kann man überhaupt rational glauben, dass es so etwas wie Wahrheit gibt, geschweige denn bestimmen, was diese Wahrheit ist?
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