Kapitel 26

Warum gibt es in Gottes Schöpfung Leiden und Tod?

Das neue Answers Book 1

von am
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Warum geschehen schlimme Dinge? Im Wandel der Zeiten haben Menschen immer versucht, ihr Verständnis von einem allmächtigen, liebenden Gott in Einklang zu bringen mit dem anscheinend endlosen Leid um sie herum.

Ein namhaftes Beispiel für dieses Ringen ist der Medienmogul Ted Turner. Turner, der seinen Glauben verlor, nachdem seine Schwester an einer schmerzhaften Erkrankung gestorben war, sagte:

„Man hat mir beigebracht, dass Gott Liebe ist und allmächtig – und ich konnte nicht verstehen, wie jemandem, der so unschuldig ist, solches Leiden zugefügt oder zugelassen werden könnte.“1

Ist Gott schuld, wenn Menschen leiden? Ist Gott grausam, launisch und nachtragend, oder ist er vielleicht zu schwach, um Leiden zu verhindern? Wenn Gott wirklich allmächtig ist, wie kann er dann jemanden, den er liebt, leiden lassen?

Eine Welt voll Leiden und Elend

Jeder Tag bringt neue Tragödien: Bei einem kleinen Kind wird Leukämie festgestellt und es wird behandelt nach allen Regeln der Kunst – und dann stirbt es doch. Ein jungvermähltes Paar auf der Hochzeitsreise kommt in einem Frontalzusammenstoß mit einem betrunkenen Autofahrer ums Leben. Eine engagierte Missionarsfamilie wird angegriffen und getötet von genau den Leuten, um die sie sich gekümmert haben. Bei einem Terroranschlag kommen Tausende um. Hunderte ertrinken bei einem Tsunami, andere werden bei einem Erdbeben lebendig begraben.

Wie kann das sein, wenn Gott uns wirklich liebt und sich um uns kümmert? Ist er ein Gott des Leidens?

Die übliche Reaktion des Menschen auf eine Tragödie ist es, Gott anzuklagen, wie es Charles Darwin tat nach dem Tod seiner geliebten Tochter Annie:

„Annies grausamer Tod zerstörte Charles’ letzten Rest von Glauben an ein moralisches, gerechtes Universum. Später sagte er, das sei für sein Christentum das endgültige Totengeläut gewesen … Charles trat nun unverhohlen als Ungläubiger auf.“

Ist diese Reaktion angemessen?

Nein! Die Antwort finden wir in einer korrekten Sichtweise der Menschheitsgeschichte, wie sie in der Bibel aufgezeichnet ist.

Liebender Gott

War Gottes Schöpfung wirklich „sehr gut“?

Im Anfang, vor ungefähr 6000 Jahren, schuf Gott in sechs 24-Stunden-Tagen das Universum samt allem, was darin ist. Am Schluss seines Schöpfungswerks, am Ende des 6. Schöpfungstags, schreibt die Bibel: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1,31).

Wenn Gottes Schöpfung wirklich „sehr gut“ war, dann muss sie makellos gewesen sein, ohne Fehler, Krankheit, Leiden und Tod. Es gab kein Überleben des Stärkeren, keine natürliche Auslese. Die Tiere fraßen einander nicht auf und die ersten beiden Menschen, Adam und Eva, töteten keine Tiere – auch nicht, um ihr Fleisch zu essen. Die ursprüngliche Schöpfung war wunderschön und voller Leben und Freude in der Gegenwart des Schöpfers.

Sowohl Menschen als auch Tiere waren zur Zeit der Schöpfung Vegetarier. In 1. Mose 1,29–30 heißt es: „Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen; aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich regt auf der Erde, allem, in dem eine lebendige Seele ist, habe ich jedes grüne Kraut zur Nahrung gegeben! Und es geschah so.“

Das zeigt eindeutig, dass in Gottes sehr guter Schöpfung die Tiere einander nicht fraßen (und somit gab es auch bei den Tieren keinen Tod); Gott gab Adam, Eva und den Tieren nur Pflanzen zur Nahrung. (Erst 1600 Jahre später, nach der Sintflut, wurde dem Menschen erlaubt, Fleisch zu essen; 1. Mose 9,3.)

Eine Pflanze, die gegessen wird, hört auf zu leben. Deshalb behaupten manche, es habe von Anfang an Tod gegeben, auch im Garten Eden. Die Bibel macht allerdings einen Unterschied zwischen Pflanzen und Tieren. Dieser Unterschied wird deutlich in dem hebräischen Wort nephesh, das eine Qualität des Lebens bezeichnet, die nur Tieren und Menschen eigen ist. Nephesh kann übersetzt werden als „lebende Wesen“ oder „lebendiges Getier“ (siehe 1. Mose 1,20–21.24; vgl. z. B. Schlachter 2000, Elberfelder und Luther 1984). Pflanzen haben diese nephesh-Qualität nicht und können daher auch nicht sterben im Sinne der Bibel.

Die ursprüngliche Schöpfung war sehr gut. Mose sagte in 5. Mose 32,4: „Seine Werke sind vollkommen“ (Luther 1984). Das scheint jetzt anders zu sein.

Warum Müssen Wir Sterben?

Wenn es für Mensch und Tier keinen Tod gab, als Gott seine Schöpfung vollendete und sie für „sehr gut“ erklärte, warum müssen wir dann sterben? Der Tod ist allgegenwärtig. Was ist passiert? Was hat die Schöpfung so sehr verändert?

Gott hatte Adam und Eva in ein vollkommenes Paradies gesetzt. Als ihr Schöpfer hatte er Autorität über sie, und er gab Adam eine Regel: „Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!“ (1. Mose 2,17).

Am Schluss des 6. Schöpfungstags hatte Gott sein abgeschlossenes Schöpfungswerk als „sehr gut“ bewertet; aber irgendwann danach rebellierte einer von Gottes Engeln gegen den Schöpfer;3 die Bibel bezeichnet ihn seitdem als Satan. Satan nahm die Gestalt einer Schlange an und verleitete Eva, die Frucht zu essen, die Gott verboten hatte. Sowohl Adam als auch Eva aßen sie, und das Ergebnis war die Strafe, vor der Gott sie gewarnt hatte.

Gott ist heilig und kann Sünde nicht ausstehen. Der gerechte Schöpfer hatte angekündigt, dass ihrem Ungehorsam Bestrafung folgen würde, und er hielt Wort. So kam mit dem Ungehorsam eines Menschen der Tod in Gottes Schöpfung.

Beschämt und ängstlich versuchten Adam und Eva den Konsequenzen ihrer Sünde zu entkommen, indem sie sich mit Feigenblättern bedeckten. Aber sie selber konnten nicht zudecken, was sie getan hatten; sie brauchten etwas anderes, um eine Bedeckung zu bewerkstelligen. Der Autor des Briefs an die Hebräer schreibt: „Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung“ (Hebräer 9,22). Ein Blutopfer war nötig, um ihre Schuld vor Gott zu bedecken.

Um die schrecklichen Konsequenzen der Sünde zu verdeutlichen, tötete Gott ein Tier und machte aus seinem Fell Kleider, um Adam und Eva zu bedecken. Es wird nicht gesagt, was für ein Tier getötet wurde, aber vielleicht war es so etwas wie ein Lamm als Symbol für Jesus Christus, das Lamm Gottes, der sein eigenes Blut vergießen würde, um unsere Sünde wegzunehmen.

1. Mose 3 offenbart auch, dass der Erdboden verflucht wurde: Jetzt gab es auf der Erde Dornen und Disteln. Tiere wurden verflucht, die Schlange stärker als die übrigen. Die Welt war nicht mehr vollkommen, sondern stand nun unter dem Fluch der Sünde. In dieser einst vollkommenen Schöpfung gab es nun Leiden und Tod im Überfluss.

Was Geht Mich Das An?

Wenn Adam beschlossen hat, Gott nicht zu gehorchen, und dadurch die Sünde in die Welt kam, warum werden dann wir alle dafür bestraft?

Nachdem Adam und Eva gesündigt hatten und aus dem Garten Eden vertrieben worden waren (1. Mose 3,20–24), bekamen sie Kinder. Jedes Kind erbte Adams sündige Natur, und jedes Kind rebellierte gegen seinen Schöpfer. Jeder Mensch ist ein Nachkomme von Adam und Eva und hat deshalb von Geburt an dasselbe Problem: eine sündige Natur.

Wenn wir ehrlich sind, erkennen wir, dass Adam sehr wohl für uns alle steht: Er war ein vollkommener Mensch und lebte in einer vollkommenen Umgebung – und doch beschloss er, Gottes Regel nicht zu gehorchen. Hätten wir es besser gemacht? Der Apostel Paulus schreibt: „Gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben …“ (Römer 5,12).

Als Kinder Adams erben wir alle Adams Sündennatur. Wir alle haben irgendwann ein Gebot des Schöpfers übertreten, daher verdienen wir es alle, zu sterben und eine ewige Strafe in der Hölle zu erleiden. Wir müssen verstehen, dass nicht einer von uns vor Gott unschuldig ist: „Alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten“ (Römer 3,23). Nicht einer von uns ist würdig, vor dem Schöpfer des Universums zu stehen, denn wir alle würden eine sündhafte, rebellische Natur mitbringen, und Sünde kann er nicht ertragen.

Im Anfang erhielt Gott seine Schöpfung in ihrem vollkommenen Zustand. Der Bericht von Israels Wüstenwanderung bietet einen flüchtigen Eindruck davon, wie es ursprünglich in der Schöpfung gewesen sein mag: Die Kleider der Israeliten zerlumpten nicht an ihnen, und ihre Füße schwollen nicht in den ganzen 40 Jahren, die sie in der Wüste umherzogen (5. Mose 8,4). Gott ist allmächtig und vollkommen in der Lage, seine Schöpfung aufrechtzuerhalten und zu bewahren.

Aber als Adam sündigte, verfluchte der HERR das Universum. Das war eine tiefgreifende Veränderung; Gott erhielt die Schöpfung zwar weiterhin, aber in einem verfluchten Zustand: Leid und Tod kamen in die Welt, und das ganze Universum leidet an den Auswirkungen der Sünde (Römer 8,22).

All das Traurige, das uns selber und um uns herum passiert – der Tod eines geliebten Menschen, Tsunamis, die Tausende umbringen, Wirbelstürme, durch die viele umkommen oder obdachlos werden usw. –, erinnert uns daran, dass Sünde Konsequenzen hat und dass die Welt einen Retter braucht.

Gott hat Freude an allem, was er gemacht hat, aber am meisten liebt er die Menschen, und an dem Verfall der Welt, die er geschaffen hat, zeigt er uns die Folgen unserer Sünde. Würden wir nicht die Konsequenzen unserer Rebellion gegen den Schöpfer erleben, würden wir nie verstehen, dass wir Rettung von unserer Sünde brauchen – und wir würden nie seine Gnade annehmen.

Den meisten fällt es nicht schwer zu erkennen, dass die Welt ein Problem hat. Akzeptieren wir auch, dass es jemanden gibt, der dieses Problem des Leidens und des Todes überwunden hat – Jesus Christus!

Gibt Es Hoffnung?

Leider erschöpfen sich die Konsequenzen für unsere Sünde nicht in einem Leben in einer verfluchten Welt; hinzu kommt, dass wir alle körperlich sterben müssen – und dann kommt der Teil der Strafe, die noch viel schrecklicher ist als alles, das wir je erlebt haben: der zweite Tod. Der Apostel Johannes berichtet von einem Feuersee, genannt der „zweite Tod“, der all jene erwartet, deren Namen nicht eingeschrieben sind im Buch des Lebens (Offenbarung 20,14–15). Dieser zweite Tod ist die endgültige Strafe für unsere Sünde.

Gott liebt uns, obgleich wir uns gegen ihn aufgelehnt und uns damit Strafe zugezogen haben, und will nicht, dass wir die Ewigkeit in der Hölle zubringen. Deshalb hat unser barmherziger Schöpfer eine Möglichkeit geschaffen, wie wir mit ihm versöhnt werden und der schrecklichen ewigen Strafe für unsere Sünde entgehen können; dieser Ausweg wurde ermöglicht durch den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus.

Jesus Christus, der Gottes Sohn ist, kam zur Erde als ein Mensch, lebte ein sündloses Leben und starb dann, um die Strafe für die Sünde zu entrichten. Der Apostel Paulus sagt: „Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt“ (Römer 5,18; Luther 1984).

Gott ist gerecht. Zu Recht hat er den Menschen zum Tode verurteilt, und wir erhalten die Strafe, die wir verdienen. Aber weil Gott uns liebt, hat er aus Gnade diese Strafe selber auf sich genommen und damit für unsere Sünde Genüge getan.

Fasse Mut! Jesus Christus ist nicht im Grab geblieben. Er zeigte seine Macht über den Tod, indem er auferstand – am dritten Tage, nachdem man ihn begraben hatte. Weil Jesus Christus seine Macht über den Tod eindeutig bewiesen hat, kann jeder, der an ihn glaubt, wissen, dass auch er leben wird – so verliert der Tod seinen Stachel.

Die Bibel sagt: „Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: ‚Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?‘“ (1. Korinther 15,54–55).

In Christus können alle, die das Geschenk des ewigen Lebens empfangen haben, sich darauf freuen, die Ewigkeit mit ihm zu verbringen, an einem vollkommenen Ort, wo es keinen Schmerz mehr gibt (Offenbarung 21,4). Es ist ein Geschenk, das schrieb auch der Apostel Paulus: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“ (Epheser 2,8–9).

Nun könnte man einwenden: Wenn Gott uns wirklich lieben würde, würde er uns in eine vollkommene Welt setzen, wo uns nichts Schmerzliches widerfahren kann. Nun, das hat er getan, aber Adam rebellierte – und wir würden in dieser Situation genau gleich handeln wie er. Gott aber bewies seine Liebe dadurch, dass er in seinem Sohn Jesus Christus für die Welt starb und wieder auferstand, und jeder, der das Geschenk des ewigen Lebens annimmt, wird auf ewig bei Gott sein dürfen.

Verglichen mit der Ewigkeit ist die Zeit, die wir hier in einer verfluchten Welt verbringen, unerheblich. Gott wird seinen Liebesbeweis vervollständigen, indem er die, die sein Heil annehmen, für immer in einer vollkommenen Welt leben lässt.

Die Wiederherstellung Aller Dinge

Wollkommene Welt, Weider Herstellung

Laut der Bibel ist der Tod der letzte Feind, der beseitigt wird (1. Korinther 15,26). In Offenbarung 21,4 heißt es: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“

Diejenigen, die die Errettung angenommen haben, freuen sich auf die Zeit, da Gott den Fluch aufheben und das Universum wiederherstellen wird in einen vollkommenen Zustand gleich dem, den es hatte, bevor der Mensch sündigte (Offenbarung 22,3).

Nicht nur liebt Gott seine Kinder genug, um für ihre Sünde zu sterben – er verspricht auch, die verdorbene Welt zu reparieren, indem er einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft (Offenbarung 21,1). Und genauso wie der erste Adam den Tod in die Welt brachte, bringt Christus als der „letzte Adam“ neues Leben in die Welt.

Bei Paulus lesen wir: „So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, ‚wurde zu einer lebendigen Seele‘; der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist“ (1. Korinther 15,45).

Das Alternative Geschichtsverständnis …

Wer den Schöpfer ablehnt, muss erklären, wie die Welt ohne Gott entstanden sein soll.

Evolutionisten und auch die meisten anderen, die glauben, die Erde sei viel älter als die Bibel es nahelegt, nehmen an, das Universum sei vor 13–14 Jahrmilliarden aus dem Nichts heraus entstanden durch einen Urknall; Materie sei entstanden, und Galaxien, Sterne und Planeten hätten sich über das Universum verstreut, seien dabei abgekühlt und hätten zusammengefunden. Vor ungefähr fünf Jahrmilliarden sei allmählich die Erde entstanden. Die Erde, so wird behauptet, kühlte eine Jahrmilliarde lang ab; auf ihrer Oberfläche entstand Wasser, und in diesem Urmeer sollen die Moleküle irgendwie selber zusammengefunden haben – so wäre der erste Einzeller entstanden.

Millionen von Jahren

Dank Umweltbelastung und anderen Kräften führten richtungslose Mutationen, so die Evolutionisten, für manche Organismen zu Überlebensvorteilen. Diese Organismen veränderten sich schrittweise zu zunehmend komplexeren Organismen. Die stärksten von ihnen überlebten und vermehrten sich; die schwächeren starben aus oder wurden von den stärkeren umgebracht.

Durch diesen erbarmungslosen Vorgang, so die Evolutionslehre, entstanden irgendwann affenartige Wesen, die sich schließlich zum Menschen weiterentwickelten. So ist der Mensch das (vorläufig) letzte Produkt von Jahrmillionen Leiden und Tod.

Diese naturalistische Weltsicht stützt sich zum Beweis für den Glauben, dass sich alles über Jahrmillionen hinweg höherentwickelt hat, auf Versteinerungen. Diese Sichtweise lehrt, der Fossilbericht sei Ergebnis von Jahrmillionen der Krankheit, des Kampfes und des Todes. Der verstorbene berühmte Vertreter der Evolutionslehre Carl Sagan erklärte: „Das Geheimnis der Evolution ist Zeit und Tod.“4

Evolution erfordert Jahrmillionen Kampf und Tod.

… im Lichte der Bibel

Fossile Funde

Die Bibel sagt, dass der Tod in die Welt kam als Folge des Sündenfalls. Die Evolutionslehre sagt, der Tod habe schon immer zur Natur gehört. Stimmt vielleicht beides? Natürlich nicht.

Wenn der Fossilbericht für Jahrmillionen der Erdgeschichte steht, dann muss es Jahrmillionen von Kampf, Krankheit und Tod gegeben haben, bevor der Mensch auftauchte – aber das widerspricht dem, was wir im 1. Buch Mose (Genesis) lesen.

Nun gibt es Versuche, beides miteinander zu vereinbar zu machen; eine dieser Ideen ist die „Theistische Evolution“; sie postuliert Jahrmillionen des Todes, bevor Gott irgendwann die Bühne betrat und den Garten Eden schuf. Das bedeutet aber, dass Gott Jahrmillionen von Leiden und Tod „sehr gut“ genannt hätte.

Ist hingegen der Fossilbericht das Ergebnis einer katastrophalen weltweiten Flut, in der eine Vielzahl von Organismen schlagartig in chemikalienreichem Wasser und Sediment begraben wurde, dann verschwindet der Bedarf an den Jahrmillionen. Gottes Bericht von einer vollkommenen Welt, die von Sünde verdorben und dann durch ein Wasser-Gericht vernichtet wurde (1. Mose 6–9), stimmt mit dem Fossilbericht überein.

Hätte wirklich eine Evolution stattgefunden, dann wäre Gottes Verheißung „der Wiederherstellung aller Dinge“ (Apostelgeschichte 3,21; Elberfelder) widersinnig: Wenn die Schöpfung am Anfang unvollkommen war, was hat Gott dann vor, wenn er eine „Wiederherstellung“ verspricht, einen Total-Reset? Nur auf dem Hintergrund einer Schöpfung, in der es ursprünglich keinen Tod gab, ist Gottes Verheißung der „Wiederherstellung aller Dinge“ logisch und sinnvoll.

Zei Geschichten des Todes

Woher Kommen Fürsorge Und Barmherzigkeit?

Wenn viele Evolutionisten schreien, ein Gott der Liebe sei unvereinbar mit dieser Welt der Grausamkeit, auf der wir leben, dann haben sie einiges übersehen. Wie zum Beispiel erklärt Evolution Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Fürsorge?

Falls die Evolutionslehre wahr ist, dann ist die „natürliche Auslese“ mit dem „Überleben des Stärkeren“ (survival of the fittest) treibende Kraft der Natur – und alle, die im Konkurrenzkampf nicht mithalten können, die sterben eben. Jeder Versuch, die „weniger konkurrenzfähigen“ Menschen zu retten, wäre Widerstand gegen die allem zugrundeliegende Kraft der Natur, und zu Ende gedacht, wären Ärzte, Krankenhäuser, Hilfswerke und Polizisten „Evolutionsverhinderer“.

Die Evolutionslehre hat keine wirkliche Grundlage für Werte. Ist der Mensch nur das Ergebnis von Jahrmillionen der Evolution, dann beruht unser Verhalten auf zufälligen chemischen Reaktionen und so etwas wie einen letztgültigen Wertekanon gibt es nicht. Dann wäre alles der Beliebigkeit anheimgestellt. Wenn also jemand Geld braucht, warum sollte es dann verkehrt sein, es jemand anderem zu rauben? Laut Evolution sollte der Stärkere sich durchsetzen – das nennt man „Faustrecht“. Aus Sicht der Evolution gehört solche Gewalt einfach zur Welt dazu, anders könnte sie nicht existieren.

Wer hingegen sein Weltbild auf die Bibel gründet, hat eine solide Grundlage für Güte, Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Die Heilige Schrift gebietet uns, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst, Barmherzigkeit zu üben und sich um Witwen und Waisen zu kümmern. Wenn wir aber die Evolution zu Ende denken, kommen wir zu dem logischen Schluss, dass diese Witwen und Waisen sterben sollten, sie zehren ja nur von der Natur, der Kraft der anderen.

Letztlich haben nur Bibel-Gläubige der Welt eine Grundlage für Werte zu bieten. Diejenigen, die die Bibel ablehnen, haben keine Grundlage dafür.

Was Ist Mit Dem Leiden Des Einzelnen?

In Johannes 9 sprach Jesus über das Leiden des Einzelnen. Seine Jünger meinten, der Mann wäre deshalb blind, weil er gesündigt hätte, antwortete Jesus: „Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden!“ (Johannes 9,3). Für Jesus war das Leiden dieses Mannes weder vergeblich noch willkürlich, sondern der Boden dafür, dass im Leben dieses Gott verherrlicht werden würde.

Das Buch Hiob berichtet von einem rechtschaffenen Mann, der Gott gefiel, aber dennoch Wohlstand, zehn Kinder und seine Gesundheit verlor. Hiobs Freunde waren sicher, dass sein Leiden eine Strafe war für geheime Sünde, aber Gott widersprach dieser Anschuldigung. Schon viele Menschen haben Trost und Ermutigung gefunden in dem Wissen, dass ihre Tragödien nicht unbedingt eine Strafe Gottes waren.

Dass seine Liebe zu uns kein Widerspruch dazu ist, dass wir auch Leid erfahren, zeigte Jesus, als Lazarus todkrank war.

„Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht wird! Jesus aber liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus“ (Johannes 11,4–5).

Jesus liebte Lazarus und seine trauernde Familie, das steht fest; aber in dem Leid erkannte er einen Sinn, den sie nicht sehen konnten – und er offenbarte ihnen seine Macht über den Tod, indem er Lazarus von den Toten erweckte, noch vor seiner Kreuzigung und Auferstehung.

Über dem Sinn von Unglück, nachdem der Turm von Siloah eingestürzt war und achtzehn Menschen getötet hatte, äußerte sich Jesus so: „Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug, meint ihr, dass diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in Jerusalem wohnen? Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen!“ (Lukas 13,4–5).

Diese Beispiele zeigen, dass nicht immer eine Sünde der Grund ist, warum jemand leiden muss; es reicht, dass wir in einer Welt leben die unter dem Fluch der Sünde steht. Gott kann das Leid gebrauchen zur Mahnung und Erinnerung daran, dass Sünde Konsequenzen hat – und natürlich vielleicht zu anderen Zwecken, aber das würde hier zu weit führen. Leiden bedeutet nicht, dass Gott uns nicht lieben würde; ganz im Gegenteil: Der Sohn Gottes, Jesus Christus, kam und litt mit uns und übernahm die Strafe, obwohl er das gar nicht musste.

Im Leiden ehren Christen den Herrn durch Vertrauen in dem Wissen, dass er sie liebt und mit ihrem Leben etwas Gutes vorhat. Dass es in der Welt Leid gibt, sollte uns alle mahnen und daran erinnern, dass wir in einer Welt leben, die unter dem Fluch der Sünde steht – und es sollte uns dazu veranlassen, anderen von der Rettung zu sagen, die uns in Jesus Christus geschenkt ist. Das wäre die größte Liebe, die wir einem anderen erweisen könnten. Wir können den Menschen die Wahrheit sagen darüber, wie sie gerettet werden können aus dieser sündenverfluchten Welt – zu einem ewigen Leben mit einem vollkommenen und guten Gott.

„Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig“ (2. Korinther 4,17–18).

Footnotes

  1. „I was taught that God was love and God was powerful, and I couldn’t understand how someone so innocent should be made or allowed to suffer so.“ Associated Press, „Ted Turner was suicidal after breakup“, www.nytimes.com/aponline/arts/ AP-People-Turner.html, April 16, 2001.
  2. „Annie’s cruel death destroyed Charles’s tatters of beliefs in a moral, just universe. Later he would say that this period chimed the final death-knell for his Christianity … Charles now took his stand as an unbeliever.“ A. Desmond and J. Moore, Darwin: The Life of a Tormented Evolutionist, W.W. Norton & Company, New York (1991), S. 387.
  3. Die Bibel sagt nicht eindeutig, wann Satan rebellierte oder wann Adam und Eva sündigten. Jedoch können wir vermuten, dass es bis zum Sündenfall nicht allzu lange dauerte, nachdem Gott Adam und Eva in den Garten Eden gesetzt hatte; denn er hatte ihnen aufgetragen, fruchtbar zu sein und sich zu mehren, und offensichtlich hatten sie, als sie rebellierten, noch keine Gelegenheit gehabt, ein Kind zu empfangen.
  4. „The secrets of evolution are time and death.“ C. Sagan, Cosmos Part 2: One Voice in the Cosmic Fugue, Public Broadcasting Service, Los Angeles, mit der Tochtergesellschaft KCET-TV. Erste USA-weite Ausstrahlung 1980 durch PBS.

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