Chapter 26

Warum beinhaltet Gottes Schöpfung Tod und Leid?

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(Anmerkung des Übersetzers: Soweit nicht gesondert gekennzeichnet, wurden deutsche Bibel-Verse der „Schlachter 2000“-Übersetzung entnommen.)

Warum passieren schlimme Dinge? Im Wandel der Zeiten haben Menschen versucht, ihr Verständnis von einem übermächtigen, liebenden Gott mit dem anscheinend endlosen Leid um sie herum in Einklang zu bringen.

Ein namhaftes Beispiel dieses Ringens ist der Medienmogul Ted Turner. Turner, der seinen Glauben verloren hatte, nachdem seine Schwester an einer schmerzvollen Krankheit gestorben war, behauptete: “I was taught that God was love and God was powerful, and I couldn’t understand how someone so innocent should be made or allowed to suffer so.”1 [Frei übersetzt: „Man hat mir beigebracht, dass Gott Liebe und Gott mächtig ist und ich konnte nicht verstehen, wie jemandem, der so unschuldig ist, solches Leid bereitet oder zugelassen werden sollte.“]

Ist Gott verantwortlich für menschliches Leid? Ist Gott grausam, launisch und nachtragend, oder ist Er zu schwach, um Leid zu verhindern? Wenn Gott wirklich souverän ist, wie kann Er dann jemanden, den Er liebt, leiden lassen?

Eine Welt von Elend und Leid

Jeder Tag bringt neue Tragödien. Bei einem kleinen Kind wird Leukämie diagnostiziert und es unterzieht sich umfangreicher medizinischer Behandlung, nur um dann in den Armen seiner Mutter zu sterben. Ein frisch vermähltes Paar wird von einem betrunkenen Autofahrer getötet, als sie gerade auf dem Weg in die Flitterwochen sind. Eine treue Missionarsfamilie wird von genau den Leuten, um die sie sich gekümmert haben, angegriffen und getötet. Tausende werden bei einem terroristischen Angriff getötet. Hunderte ertrinken bei einem Tsunami, während viele andere bei einem Erdbeben begraben werden.

Wie sind diese Dinge möglich, wenn Gott uns wirklich liebt und sich um uns kümmert? Ist Er ein Gott des Leidens?

Die übliche Antwort des Menschen auf eine Tragödie ist es, Gott die Schuld zu geben, wie es Charles Darwin nach dem Tod seiner geliebten Tochter Annie tat.

Annie’s cruel death destroyed Charles’s tatters of beliefs in a moral, just universe. Later he would say that this period chimed the final death-knell for his Christianity . . . . Charles now took his stand as an unbeliever.2
[Frei übersetzt: Annies grausamer Tod zerstörte Charles’ Fetzen von Glauben an ein moralisches, gerechtes Universum. Später würde er sagen, dass diese Zeit die endgültige Totenglocke für sein Christentum schlug . . . . Charles vertrat nun seine Einstellung als ein Ungläubiger.]

Ist das die angemessene Antwort? Eine korrekte Sichtweise der Geschichte, wie sie in der Bibel gefunden wird, bietet die Antwort.

Liebender Gott

War Gottes Schöpfung wirklich „sehr gut“?

Im Anfang, vor ungefähr 6.000 Jahren, schuf Gott das Universum und alles darin in sechs tatsächlichen Tagen. Am Ende Seiner schöpferischen Handlungen am sechsten Tag, schreibt die Bibel: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1:31).

Um sehr gut gewesen zu sein, musste Gottes Schöpfung ohne Makel, Fehler, Krankheit, Leid oder Tod gewesen sein. Es gab kein Überleben des Stärkeren, keine natürliche Selektion. Tiere erbeuteten einander nicht und die ersten beiden Menschen, Adam und Eva, töteten keine Tiere zur Nahrungsgewinnung. Die ursprüngliche Schöpfung war ein wunderschöner Ort, erfüllt mit Leben und Freude in der Gegenwart des Schöpfers.

Sowohl Menschen als auch Tiere waren zur Zeit der Schöpfung Vegetarier. In 1. Mose 1:29–30 heißt es: „Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen; aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich regt auf der Erde, allem, in dem eine lebendige Seele ist, habe ich jedes grüne Kraut zur Nahrung gegeben! Und es geschah so.“

Dieser Abschnitt zeigt eindeutig, dass in Gottes sehr guter Schöpfung Tiere einander nicht aßen (und es somit auch keinen Tod von Tieren gab), indem Gott Adam, Eva und den Tieren nur Pflanzen zu essen gab. (Es war erst nach der weltweiten Flut in den Tagen Noahs – 1.600 Jahre später – dass es dem Menschen erlaubt war, Fleisch zu essen, nach 1. Mose 9:3.

Weil das Essen einer Pflanze sie töten kann, behaupten manche Leute, dass der Tod Teil der ursprünglichen Schöpfung war. Die Bibel macht allerdings einen Unterschied zwischen Pflanzen und Tieren. Dieser Unterschied wird ausgedrückt in dem hebräischen Wort nephesh, das einen Aspekt des Lebens beschreibt, der nur Tieren und Menschen zugeschrieben wird. Nephesh kann „lebende Wesen “ oder „lebendiges Getier“ übersetzt werden (siehe 1. Mose 1:20–21,24– vgl. z.B. Schlachter 2000, Elberfelder und Luther 1984). Pflanzen besitzen diese nephesh Qualität nicht und können daher auch nicht sterben im biblischen Sinne.

Die ursprüngliche Schöpfung war sehr gut. Gemäß Mose in 5. Mose 32:4: „Seine Werke sind vollkommen;“ (Luther 1984). Offensichtlich stehen die Dinge jetzt nicht mehr so.

Warum sterben wir jetzt?

Wenn es doch keinen Tod von Tieren oder Menschen gab, als Gott Seine Schöpfung vollendete und sie für sehr gut erklärte, warum sterben wir dann jetzt? Wir sehen den Tod heutzutage überall um uns herum. Etwas muss passiert sein, um die Schöpfung zu verändern – dieses Etwas war die Sünde.

Mit den rebellischen Handlungen eines Mannes betrat der Tod Gottes Schöpfung.

Gott setzte Adam und Eva in ein vollkommenes Paradies. Als ihr Schöpfer hatte Er Autorität über sie. In Seiner Autorität gab Gott Adam eine Regel: „aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du gewißlich sterben!“ (1. Mose 2:17).

Irgendwann nachdem Gott Seine abgeschlossene Schöpfung als „sehr gut“ am Ende des sechsten Tages bezeichnet hatte, führte einer von Gottes Engeln, Luzifer, eine Rebellion gegen ihren Schöpfer.3 Luzifer nahm dann die Gestalt einer Schlange an und verleitete Eva, die Frucht zu essen, die Gott verboten hatte. Sowohl Adam als auch Eva aßen sie. Ihre Handlungen resultierten in der Bestrafung, vor der Gott sie gewarnt hatte. Gott ist heilig und kann Sünde in Seiner Gegenwart nicht dulden. Der gerechte Schöpfer hielt gerecht Sein Versprechen, dass ihrem Ungehorsam Bestrafung folgen würde. Mit den rebellischen Handlungen eines Mannes betrat der Tod Gottes Schöpfung.

Beschämt und ängstlich versuchten Adam und Eva den Konsequenzen ihrer Sünde zu entfliehen, indem sie sich mit Feigenblättern bedeckten. Aber allein konnten sie nicht bedecken, was sie getan hatten. Sie brauchten etwas anderes, um eine Bedeckung zu stellen. Der Autor des Briefs an die Hebräer schreibt: „und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“ (Hebräer 9:22). Ein Blutopfer war nötig, um ihre Schuld vor Gott zu bedecken.

Um die schrecklichen Konsequenzen der Sünde zu verdeutlichen, tötete Gott ein Tier und machte Kleider aus Fell, um Adam und Eva zu bedecken. Es wird uns nicht gesagt, welche Art von Tier getötet worden ist, aber vielleicht war es etwas wie ein Lamm, um Jesus Christus zu symbolisieren, das Lamm Gottes, der Sein eigenes Blut vergießen würde, um unsere Sünde wegzunehmen.

1. Mose 3 offenbart ebenso, dass der Erdboden verflucht wurde. Dornen und Disteln waren jetzt Teil der Welt. Tiere wurden verflucht, die Schlange mehr als der Rest. Die Welt war nicht länger vollkommen, sondern unter dem Fluch der Sünde. Leid und Tod waren nun im Überfluss vorhanden in dieser einst vollkommenen Schöpfung.

Was hat das alles mit mir zu tun?

Wenn es Adams Entscheidung, Gott nicht zu gehorchen, war, die die Sünde in die Welt brachte, warum müssen wir dann alle die Bestrafung erleiden?

Nachdem Adam und Eva gesündigt hatten und aus dem Garten Eden verbannt worden waren (1. Mose 3:20–24), begannen sie Kinder zu haben. Jedes Kind erbte Adams sündige Natur, und jedes Kind rebellierte gegen seinen oder ihren Schöpfer. Jedes menschliche Wesen ist ein Nachkomme von Adam und Eva, geboren mit demselben Problem: einer sündigen Natur.

Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, werden wir erkennen, dass Adam ein angemessener Repräsentant für uns alle ist. Wenn eine vollkommene Person an einem vollkommenen Ort beschloss, Gottes Regeln nicht zu gehorchen, würde es keiner von uns besser gemacht haben. Der Apostel Paulus schreibt: „Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben“ (Römer 5:12).

Die traurigen Dinge, die um uns herum und uns passieren, sind Erinnerungen daran, dass Sünde Konsequenzen hat und dass die Welt einen Retter braucht.

Als Kinder Adams erben wir alle Adams Sündennatur. Wir alle haben zu irgendeinem Zeitpunkt ein Gebot des Schöpfers missachtet, daher verdienen wir es alle, zu sterben und eine ewige Strafe in der Hölle zu erleiden. Wir müssen verstehen, dass nicht einer von uns unschuldig vor Gott ist. Römer 3:23 sagt: „denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,“. Nicht einer von uns ist würdig, vor dem Schöpfer des Universums zu stehen, weil wir ein jeder eine sündhafte, rebellische Natur in Seine Gegenwart bringen würden.

Im Anfang erhielt Gott Seine Schöpfung in ihrem vollkommenen Zustand aufrecht. Der Bericht über die Wüstenwanderung der Israeliten bietet einen flüchtigen Eindruck davon, wie die Dinge in der ursprünglichen Schöpfung gewesen sein könnten. Die Kleider der Israeliten zerlumpten nicht an ihnen, und ihre Füße waren nicht geschwollen in den 40 Jahren, die sie in der Wüste lagerten (5. Mose 8:4). Gott ist allmächtig und vollkommen in der Lage, Seine Schöpfung aufrecht zu erhalten und zu schützen.

Als Adam jedoch sündigte, verfluchte der HERR das Universum. Im Wesentlichen gab es eine Veränderung und einhergehend mit dieser Veränderung begann Gott, die Schöpfung in einem verfluchten Zustand aufrecht zu erhalten. Leid und Tod betraten Seine Schöpfung. Das ganze Universum leidet nun an den Auswirkungen der Sünde (Römer 8:22).

Die traurigen Dinge (z.B. der Tod eines geliebten Menschen, Tsunamis, die Tausende töten, Wirbelstürme, die viele tot oder obdachlos zurücklassen etc.), die um uns herum und uns passieren, sind Erinnerungen daran, dass Sünde Konsequenzen hat und dass die Welt einen Retter braucht.

Gott hatte Freude an all Seiner Schöpfung (Offenbarung 4:11), aber am meisten liebte Er die Menschen. Er benutzt den Verfall des geschaffenen Universums, um uns die Konsequenzen unserer Sünde zu zeigen. Würden wir nicht die Konsequenzen unserer Rebellion gegen den Schöpfer erfahren, so würden wir niemals verstehen, dass wir Rettung von unserer Sünde brauchen und wir würden niemals Sein Angebot der Gnade für unsere Sünde empfangen.

Die meisten Leute erkennen leicht, dass es ein Problem in der Welt gibt. Wir müssen erkennen, dass es Einen gibt, der dieses Problem des Todes und des Leides überwunden hat – Jesus Christus.

Gibt es irgendeine Hoffnung?

Leider sind die Konsequenzen für unsere Sünde viel schlimmer als ein Leben in einem verfluchten Universum. Zusätzlich dazu, dass wir unsere Leben in einer von Sünde gefüllten Schöpfung leben, müssen wir alle körperlich sterben und dann einer Strafe entgegensehen, die sehr viel schrecklicher ist als alles, das wir jemals gekannt haben: dem zweiten Tod. Der Apostel Johannes berichtet von einem Feuersee genannt der „zweite Tod“, der all jene erwartet, deren Namen nicht eingeschrieben sind im Buch des Lebens (Offenbarung 20:14–15). Dieser zweite Tod ist die endgültige Strafe für unsere Sünde.

Obgleich wir gegen Ihn rebelliert haben und Strafe auf uns selbst gebracht haben, liebt Gott Seine Kinder und will nicht, dass sie die Ewigkeit in der Hölle verbringen. Unser barmherziger Schöpfer hat einen Weg bereitet, um mit Ihm versöhnt zu werden und der schrecklichen ewigen Strafe für unsere Sünde zu entgehen. Dieser Ausweg ist durch den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus.

Jesus Christus, der Gott ist, kam zur Erde als ein Mensch, lebte ein sündloses Leben und starb dann, um die Strafe für die Sünde zu bezahlen. Der Apostel Paulus sagt uns: „Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt.“ (Römer 5:18 – Luther 1984).

Gott ist gerecht und verurteilte den Menschen mit Recht zum Tode, also erhielten wir die Strafe, die wir verdienen. Jedoch übte Gott Gnade aus wegen Seiner Liebe für uns und nahm diese Strafe auf Sich selbst als eine Bezahlung für unsere Sünde.

Fass dir ein Herz! Christus blieb nicht im Grab. Er zeigte, dass Er Macht über den Tod hat, indem Er am dritten Tage, nachdem Er begraben worden war, auferstand. Weil Christus Seine Macht über den Tod deutlich bewies, können diejenigen, die an Ihn glauben, wissen, dass sie auch leben werden, und der Tod wird keinen Stachel haben. In der Tat sagt die Bibel:

Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?« (1. Korinther 15:54–55)

In Christus können diejenigen, die die freie Gabe des ewigen Lebens empfangen haben, sich darauf freuen, die Ewigkeit mit Ihm zu verbringen an einem vollkommenen Ort ohne Schmerzen (Offenbarung 21:4). Wie der Apostel Paulus schrieb:

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch—Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. (Epheser 2:8–9)

Manche mögen nun vorbringen, dass, wenn Gott uns wirklich lieben würde, Er uns an einen vollkommenen Ort setzen würde, wo uns nichts Schmerzliches antasten kann. Jedoch hat Er das schon einmal getan und Adam rebellierte. Würde Er uns dieselbe Möglichkeit geben, würde jeder von uns dasselbe tun. Gott bewies Seine Liebe dadurch, dass Er für die Welt starb und wieder auferstand. Alle, die die freie Gabe des ewigen Lebens empfangen, werden die Ewigkeit mit Ihm verbringen.

Verglichen mit der Ewigkeit, ist die Zeit, die wir hier in einer verfluchten Welt verbringen, unerheblich. Gott wird Seinen Liebesbeweis vervollständigen, indem Er die, die Sein Heil empfangen, für immer an einen vollkommenen Ort setzt.

Die Wiederherstellung aller Dinge

Wollkommene Welt, Weider Herstellung

Die Bibel beschreibt den Tod als den letzten Feind, der beseitigt werden wird (1. Korinther 15:26). Offenbarung 21:4 sagt: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“

Diejenigen, die das Heil empfangen haben, freuen sich auf die Zeit, wenn der HERR den Fluch aufheben und das Universum wiederherstellen wird in einen vollkommenen Zustand wie den, den es hatte, bevor der Mensch sündigte (Offenbarung 22:3).

Der HERR liebt nicht nur Seine Kinder genug, um für ihre Sünde zu sterben, Er verspricht auch, die verdorbene Welt zu reparieren, indem Er einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft (Offenbarung 21:1). Und genauso wie der erste Adam den Tod in die Welt brachte, bringt Christus, als der „letzte Adam“, neues Leben in die Welt.

Wie Paulus schrieb:

So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele«; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist. (1. Korinther 15:45)

Die alternative Sichtweise der Geschichte

Diejenigen, die den Schöpfer ablehnen, müssen erklären, wie die Welt entstand ohne Gott.

Evolutionisten und die meisten anderen „Alt-Erdler“ glauben, dass vor 13–14 Milliarden Jahren ein Urknall verursachte, dass das Universum aus dem Nichts entstand. Galaxien, Sterne und Planeten entstanden als Materie – verstreut über das Universum – kühlten ab und vereinigten sich. Vor ungefähr fünf Milliarden Jahren begann die Erde selbst zu entstehen. Die Erde, so wird behauptet, kühlte eine Milliarde Jahre oder so ab, Wasser entstand auf der Oberfläche und in diesem urweltlichen Ozean stellten sich Moleküle irgendwie selbst zusammen, um die einfachsten einzelligen Lebensformen zu bilden.

Millionen von Jahren

Durch ökologische Belastungen und andere Kräfte führten richtungslose Mutationen, so sagen Evolutionisten, zu Überlebensvorteilen für bestimmte Organismen. Diese Organismen veränderten sich schrittweise in zunehmend komplexere Organismen. Die stärksten Organismen waren imstande zu überleben und zu reproduzieren und die schwächeren Organismen starben weg oder wurden von den stärkeren Geschöpfen getötet.

Dieser unbarmherzige Prozess produzierte schließlich affenartige Wesen, die sich zum Menschen selbst entwickelten. Somit sind die Menschen das (bis jetzt!) letzte Produkt von Millionen von Jahren des Todes und des Leides.

Diese naturalistische Sichtweise des Universums verwendet die fossilen Belege als Beweis für den Glauben, dass Geschöpfe über Millionen von Jahren fortgeschrittener wurden. Diese Sichtweise lehrt, dass die fossilen Belege Belege von Millionen von Jahren der Krankheit, des Kampfes und des Todes sind. Der verstorbene berühmte Evolutionist Carl Sagan erklärte: “the secrets of evolution are time and death.”4 [Frei übersetzt: Die Geheimnisse der Evolution sind Zeit und Tod.]

Evolution erfordert Millionen von Jahren des Kampfes und des Todes.

Spielt das wirklich eine Rolle?

Fossile Funde

Die Bibel sagt, dass der Tod als die Folge der Sünde des Menschen kam. Evolution sagt, dass der Tod schon immer ein Teil der Natur war. Können beide Recht haben? Offensichtlich nicht.

Falls die fossilen Belege Millionen von Jahren Erdgeschichte darstellen, dann muss es Millionen von Jahren des Todes, des Kampfes und der Krankheit gegeben haben, bevor der Mensch auftauchte, entgegen dem, was das 1. Buch Mose (Genesis) lehrt.

„Theistische Evolution“ ist eine Idee, die versucht, den Bericht des 1. Buches Mose (Genesis) und das Konzept von Millionen von Jahren der Evolution zu verschmelzen. Theistische Evolution postuliert Millionen von Jahren des Todes, bevor Gott in den Prozess trat, zu irgendeinem Zeitpunkt, und den Garten Eden schuf. Theistische Evolution erfordert, dass Gott Millionen von Jahren des Todes und des Leides „sehr gut“ nannte.

Wenn aber andererseits die fossilen Belege das Produkt einer katastrophalen weltweiten Flut sind, in der eine Vielzahl von Organismen schlagartig in chemikalienreichem Wasser und Sediment begraben wurde, dann verschwindet auch der Bedarf, Millionen von Jahren Geschichte zu postulieren. Gottes Bericht von einer vollkommenen Welt, die von Sünde verdorben und durch ein Wasser-Gericht vernichtet wurde (1. Mose 6–9) ist übereinstimmend mit den fossilen Beweisen in der Welt.

Gottes Verheißung der zukünftigen Wiederherstellung, „der Wiederherstellung aller Dinge“ (Apostelgeschichte 3:21 – Elberfelder), wäre widersinnig, falls eine Evolution wirklich geschehen ist. Nur eine ursprüngliche Schöpfung frei vom Tod macht Gottes Verheißung der Wiederherstellung logisch. Eine vollkommene Schöpfung kann nicht die verheißene zukünftige Wiederherstellung sein, falls keine vollkommene Schöpfung in der Vergangenheit existierte.

Zei Geschichten des Todes

Woher kommen Fürsorge und Barmherzigkeit?

Während viele Evolutionisten schreien, dass ein liebender Gott unvereinbar ist mit dieser Welt der Grausamkeit, die wir bewohnen, so übersehen sie doch zweckdienlich andere Dinge. Wie zum Beispiel erklärt Evolution Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Fürsorge? Falls Evolution wahr ist, dann ist die treibende Kraft der Natur „natürliche Selektion“, das „Überleben des Stärkeren“ (“survival of the fittest”). Diejenigen, die weniger konkurrenzfähig sind, sind bestimmt zu sterben. Jeder Versuch, diese „weniger konkurrenzfähigen“ Menschen zu retten, würde heißen, gegen die grundlegendste Kraft der Natur zu arbeiten. Die Existenz von Ärzten, Krankenhäusern, karitativen Organisationen und sogar Polizeikräften ist konträr zu Original evolutionären Kräften.

Der Evolutionist hat keine Grundlage für moralische Urteile. Falls der Mensch nur das Ergebnis von Millionen von Jahren Evolution ist, dann beruht unser Verhalten auf zufälligen chemischen Reaktionen. Es gibt dann keinen ultimativen Moralkodex. Alle Moral ist dann relativ. Wenn also eine Person Geld braucht, warum ist es falsch, jemanden zu berauben? Gemäß der Evolution sollte die stärkere Person Erfolg haben. Macht gibt Recht. Also ist in der evolutionären Sichtweise solche Gewalt ein natürlicher und notwendiger Teil der Welt.

Diejenigen jedoch, die ein Weltbild beruhend auf der Bibel haben, haben eine konsequente Grundlage für Taten der Güte, Nächstenliebe oder Fürsorge. In der Heiligen Schrift wird uns geboten, unsere Nächsten wie uns selbst zu lieben, Taten der Barmherzigkeit zu tun und für die Witwen und Waisen zu sorgen. Wenn wir Evolution zu ihrer logischen Schlussfolgerung bringen, werden wir folgern, dass diese Witwen und Waisen sterben sollten, weil sie ein Abfluss für die Ressourcen der Natur sind.

Nur Bibel-Gläubige bieten letztlich der Welt eine Grundlage, moralische Urteile zu treffen. Diejenigen, die die Bibel ablehnen, haben keine Grundlage für Moral.

Was ist mit dem Leid des Einzelnen?

In Johannes 9 sprach Jesus das Thema persönliches Leid an. Als Seine Jünger annahmen, dass die Blindheit eines Mannes die Folge der Sünde des Mannes war, lesen wir dort: „Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden!“ (Johannes 9:3). Jesus betrachtete das Leid des Mannes nicht als vergeblich oder unberechenbar, weil Gott im Leben des Mannes verherrlicht werden würde.

Das Buch Hiob berichtet die Geschichte eines rechtschaffenen Mannes, der Gott gefiel, aber dennoch den Verlust seines Wohlstands, seiner zehn Kinder und seiner Gesundheit erlitt. Seine Freunde waren sicher, seine Leiden stellten das Gericht für einige geheime Sünden dar, aber Gott verneinte diese Anschuldigung. Viele Menschen haben darin Ermutigung gefunden, einfach zu wissen, dass ihre persönlichen Tragödien nicht notwendigerweise persönliche Gerichte darstellten.

Jesus liebte eindeutig Lazarus und seine trauernde Familie, aber Er konnte einen Sinn für das Leid erkennen, den sie nicht sehen konnten.

Jesus zeigte, dass Seine Liebe für uns nicht unvereinbar mit persönlichem Leid ist, als Lazarus krank und am Sterben war. „Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht wird! Jesus aber liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus.“ (Johannes 11:4–5).

Jesus liebte eindeutig Lazarus und seine trauernde Familie, aber Er konnte einen Sinn für das Leid erkennen, den sie nicht sehen konnten. Christus offenbarte ihnen eindeutig, dass Er Macht über den Tod hatte (indem Er Lazarus von den Toten erweckte), sogar vor Seiner Kreuzigung und Auferstehung.

Jesus äußerte sich zu dem Sinn von Unglück, nachdem der Turm von Siloah eingestürzt war und achtzehn Menschen getötet hatte. „Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug, meint ihr, daß diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in Jerusalem wohnen? Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen!“ (Lukas 13:4–5).

Diese Beispiele zeigen, dass es nicht notwendigerweise die Sünde einer Person ist, die zum Leid führt, sondern die Sünde im Allgemeinen dazu schon geführt hat. Gott kann Leid als eine mahnende Erinnerung daran benutzen, dass Sünde Konsequenzen hat – und möglicherweise für andere Zwecke, die wir in diesem Kapitel nicht umfassend untersuchen. Aber das Vorhandensein von Leid bedeutet nicht, dass Gott uns nicht liebt. Ganz im Gegenteil – Christus kam und litt mit uns und übernahm diese Strafe, als Er es nicht musste.

In Zeiten des Leides ehren Christen den HERRN, indem sie Ihm vertrauen und wissen, dass Er sie liebt und einen Sinn für ihre Leben hat. Das Vorhandensein von Leid in der Welt sollte uns alle mahnend daran erinnern, dass wir Sünder in einer sündenverfluchten Welt sind und uns auch dazu veranlassen, anderen von der Rettung zu erzählen, die in Christus erhältlich ist – schließlich wäre das das Liebendste, was man tun kann. Wir können Menschen die Wahrheit sagen darüber, wie sie auch gerettet werden können von dieser sündenverfluchten Welt und ewig leben können mit einem vollkommenen und guten Gott.

Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig. (2. Korinther 4:17–18)

Footnotes

  1. Associated Press, Ted Turner was suicidal after breakup, www.nytimes.com/aponline/arts/AP-People-Turner.html, April 16, 2001.
  2. A. Desmond and J. Moore, Darwin: The Life of a Tormented Evolutionist, W.W. Norton & Company, New York, 1991, 387.
  3. Die Bibel sagt nicht eindeutig, wann Luzifer rebellierte oder wann Adam und Eva sündigten. Jedoch können wir vermuten, dass es nicht zu lange, nachdem Gott Adam und Eva in den Garten Eden gesetzt hatte, war, denn Er sprach zu ihnen, fruchtbar zu sein und sich zu mehren, und sie hatten offensichtlich nicht Gelegenheit gehabt, ein Kind zu empfangen, bevor sie rebellierten.
  4. C. Sagan, Cosmos Part 2: One Voice in the Cosmic Fugue, produced by Public Broadcasting Service, Los Angeles, with affiliate station KCET-TV. First aired in 1980 on PBS stations throughout the US.

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