Ist natürliche Selektion dasselbe wie Evolution?

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Natürliche Selektion ist ein beobachtbarer Prozess, von dem oft behauptet wird, dass er der zugrunde liegende Mechanismus der unbeobachtbaren „molecules-to-man‟-Evolution sei.

Lassen Sie uns in ein hypothetisches Gespräch zwischen einem biblischen Kreationisten (K) und einem Evolutionisten (E) hinein hören, wie sie einige neueste wissenschaftliche Schlagzeilen diskutieren:

E: Haben Sie von den Forschungsergebnissen bezüglich Maus-Evolution gehört?

K: Beziehen Sie sich auf das Ergebnis über Fell-Farbwechsel bei Strandmäusen?

E: Ja, ist es nicht ein wundervolles Beispiel von Evolution in Aktion?

K: Nein, ich denke, es ist ein gutes Beispiel von natürlicher Selektion in Aktion, welche nur Information selektiert, die bereits existiert.

E: Nun, was ist dann mit Antibiotika-Resistenz bei Bakterien? Denken Sie nicht, dass das ein gutes Beispiel von Evolution ist, das sich direkt vor unseren Augen ereignet?

K: Nein, Sie scheinen die Begriffe „Evolution‟ und „Natürliche Selektion‟ zu verwechseln.

E: Aber natürliche Selektion ist der primäre Mechanismus, der Evolution antreibt.

K: Natürliche Selektion treibt „molecules-to-man‟-Evolution nicht an; Sie geben natürlicher Selektion eine Macht, die sie nicht hat – eine, die vermeintlich neue Information zum Genom hinzufügen kann, wie es „molecules-to-man‟-Evolution erfordert. Aber natürliche Selektion kann das einfach nicht tun, weil sie mit Information arbeitet, die bereits existiert.

Natürliche Selektion ist ein beobachtbarer Prozess, von dem oft behauptet wird, dass er der zugrunde liegende Mechanismus der unbeobachtbaren „molecules-to-man‟-Evolution sei. Die Begriffe sind allerdings unterschiedlich, obwohl einige irrtümlich die beiden vertauschen. Lassen Sie uns das also genauer anschauen. Es gibt zwei wesentliche Fragen zu beantworten:

  1. Wie betrachten biblische Kreationisten das beobachtbare Phänomen der natürlichen Selektion richtig?
  2. Könnte dieser Prozess die Zunahme genetischer Information verursachen, die für „molecules-to-man‟-Evolution notwendig wäre?

Was ist natürliche Selektion?

Im Folgenden finden sich einige Definitionen, die Evolutionisten benutzen, um „natürliche Selektion‟ zu definieren. Das Problem, das biblische Kreationisten mit diesen Definitionen haben, liegt meistens in ihrer Fehlanwendung, wie durch die fett gedruckten Ausdrücke vermerkt wird.

Evolutionärer Wandel auf Grund des unterschiedlichen reproduktiven Erfolgs von Individuen innerhalb einer Spezies.1

Der Prozess, durch den genetische Merkmale an jede folgende Generation weitergegeben werden. Im Laufe der Zeit hilft natürliche Selektion der Spezies, besser an ihre Umwelt angepasst zu werden. Auch bekannt als „Überleben des Stärkeren‟, ist natürliche Selektion die treibende Kraft hinter dem Prozess der Evolution.2

Der Prozess in der Natur, durch den gemäß Darwins Evolutionstheorie nur die am besten an ihre Umwelt angepassten Organismen dazu tendieren, zu überleben und ihre genetischen Eigenschaften in wachsenden Zahlen an nachfolgende Generationen zu übertragen, während die weniger angepassten dazu tendieren, eliminiert zu werden (siehe auch Evolution).3

Aus einer kreationistischen Perspektive ist natürliche Selektion ein Prozess, wodurch Organismen, die spezifische Merkmale besitzen (reflektierend aus ihrem Erbgut), in einer bestimmten Umgebung oder unter einem bestimmten Selektionsdruck besser überleben als andere (z.B. Antibiotika-Resistenz bei Bakterien). Diejenigen mit bestimmten Merkmalen leben und diejenigen ohne sie schwinden an Anzahl oder sterben.

Das Problem für Evolutionisten ist, dass natürliche Selektion ungerichtet (nicht direktional) ist – sollte sich die Umgebung verändern oder der Selektionsdruck entfernt werden, sind typischerweise jene Organismen mit zuvor selektiv bevorzugten Merkmalen weniger fähig, mit den Veränderungen umzugehen und können selektiv benachteilt werden, weil sich ihre genetische Information vermindert hat – mehr dazu später. Evolution der „molecules-to-man‟-Vielfalt erfordert gerichtete Veränderung. Somit kann der Begriff „Evolution‟ nicht zu Recht benutzt werden im Kontext der Beschreibung, was natürliche Selektion erreichen kann.

Was ist Evolution?

Dieser Begriff hat viele Definitionen, ebenso wie „natürliche Selektion‟. Viel der Definition des Begriffs ist abhängig von dem Kontext, in dem das Wort „Evolution‟ benutzt wird. Im Folgenden finden sich einige neueste nennenswerte Definitionen von Evolution (beachten Sie die fett gedruckten Ausdrücke).

Rechtzeitige Entfaltung von einer kalkulierbaren oder vorgefertigten Sequenz in einer innewohnenden oder zumindest gerichteten Weise.4

Die Theorie, dass alle Lebensformen von einem oder mehreren gemeinsamen Vorfahren abstammen,, die auf der frühen Erde anwesend waren, vor drei bis vier Milliarden Jahren.5

Die „große Idee‟ [bezüglich Evolution] ist, dass Lebewesen (Spezies) miteinander verwandt sind, durch gemeinsame Abstammung von früheren Formen, die sich von ihnen unterschieden. Darwin nannte das „Abstammung mit Modifikation‟ und es ist immer noch die beste Definition von Evolution, die wir benutzen können, insbesondere bei Angehörigen der breiten Öffentlichkeit und bei jungen Lernenden.6

All diese Definitionen bieten dieselbe Grundidee, dass Evolution bei der Erzeugung all der Lebensformen auf der heutigen Erde aus einer oder mehreren angestammten Lebensformen vor Milliarden von Jahren gerichtet ist. Die letzte Definition ist besonders verblüffend, weil sie darauf hinweist, dass eine unklare Definition von Evolution bei der Öffentlichkeit und bei Kindern benutzt werden sollte. Die meisten Kreationisten würden teilweise der Idee der „Abstammung mit Modifikation‟ zustimmen, darin, dass Spezies, die wir heute haben, anders aussehen als die ursprünglichen Arten, die Gott schuf (z.B. die große Vielfalt von Hunden, die wir jetzt haben, verglichen mit der ursprünglich geschaffenen Hundeart). Der Vorteil bei Benutzung solch einer weiten Definition für Evolution ist, dass es sämtliche begünstigende Modelle von Evolution beinhalten kann (wie traditionellen Darwinismus, Neo-Darwinismus, Punktualismus etc.) und das geringste Maß an Kontroverse im Blickpunkt der Öffentlichkeit entzünden kann.

Historischer Hintergrund über die Entdeckung von natürlicher Selektion

Viele Menschen halten Charles Darwin die Formulierung der Theorie der natürlichen Selektion zugute, wie sie in seinem Buch Über die Entstehung der Arten (On the Origin of Species) beschrieben wird. Wenige erkennen, dass Darwin die Idee nur popularisiert hat und sie eigentlich von einigen anderen Leuten geborgt hat, vor allem einem Kreationisten namens Edward Blyth. Blyth veröffentlichte einige Artikel, die den Prozess der natürlichen Selektion beschrieben, im Magazine of Natural History zwischen 1835 and 1837 – volle 22 Jahre, bevor Darwin sein Buch veröffentlichte. Es ist auch bekannt, dass Darwin Exemplare dieser Magazine hatte und dass Teile von Über die Entstehung der Arten fast wörtlich aus Blyths Artikeln sind.7

Blyth jedoch unterschied sich von Darwin in seinen einleitenden Prämissen. Blyth glaubte an Gott als den Schöpfer, anstatt an die blinden Kräfte der Natur. Er glaubte, dass Gott die ursprünglichen Arten schuf, dass alle modernen Spezies von jenen Arten abstammten und dass natürliche Selektion erhaltend wirkte anstatt hervorbringend. Blyth glaubte auch, dass der Mensch eine von den Tieren verschiedene Schöpfung war. Das ist besonders wichtig, weil Menschen im Bild Gottes geschaffen sind, eine Eigenschaft, die nicht auf Tiere angewandt werden kann (1. Mose 1:27). Blyth schien natürliche Selektion als einen Mechanismus anzusehen, der direkt oder indirekt von Gott gestaltet worden war, um Seiner Schöpfung zu erlauben, in einer Welt nach dem Sündenfall und nach der Flut zu überleben. Das unterscheidet sich sehr von Darwins Sichtweise. Darwin schrieb, „What a book a devil’s chaplain might write on the clumsy, wasteful, blundering low and horridly cruel works of nature.‟8 [Frei übersetzt: „Was für ein Buch könnte ein Kaplan des Teufels schreiben über die schwerfälligen, verschwenderischen, pfuschend niedrigen und grausam unmenschlichen Werke der Natur.‟]

Ist natürliche Selektion biblisch?

Es ist wichtig, natürliche Selektion als einen Mechanismus zu sehen, den Gott verwendete, um Organismen zu ermöglichen, mit ihren sich verändernden Umgebungen in einer durch Sünde verfluchten Welt umzugehen.

Es ist wichtig, natürliche Selektion als einen Mechanismus zu sehen, den Gott verwendete, um Organismen zu ermöglichen, mit ihren sich verändernden Umgebungen in einer durch Sünde verfluchten Welt umzugehen – vor allem nach der Flut. Gott sah voraus, dass der Sündenfall und die Flut geschehen würden und so gestaltete Er Organismen mit einem hohen Maß an genetischer Vielfalt, die selektiv bevorzugt oder selektiv benachteiligt werden konnte, was zu bestimmten Eigenschaften führte, in Abhängigkeit von den Umständen. Ob diese Information ursprünglich Teil des originären Designs während der Schöpfungswoche vor dem Sündenfall war oder ob sie hinzugefügt wurde, teilweise, beim Sündenfall (als ein Teil der Bestrafung des Menschen und der Welt durch Gott),9 dessen können wir uns nicht sicher sein. Ungeachtet dessen kann die große Vielfalt an Information in den ursprünglich geschaffenen Arten nur einer Intelligenz zugeschrieben werden – Gott.

Außerdem wirkt natürliche Selektion, um die genetische Lebensfähigkeit der ursprünglich geschaffenen Arten zu erhalten, indem sie diejenigen mit schweren schädlichen/tödlichen Eigenschaften aus der Population entfernt. Natürliche Selektion, die auf genetische Information einwirkt, ist der primäre Mechanismus, der erklärt, wie Organismen nach dem Sündenfall und der Flut überlebt haben konnten, als die Welt sich drastisch von Gottes ursprünglicher Schöpfung veränderte.

Geben Sie mir einen Moment, um eine wichtige theologische Tatsache klarzustellen, damit da keine Verwirrung herrscht. Der Tod betrat die Welt als das Resultat von Sünde. Der Tod ist somit in der Welt als eine Bestrafung für den Ungehorsam des Menschen gegen Gott, und es sollte uns daran erinnern, dass die Welt durch die Sünde verflucht ist und einen Retter braucht. Der Tod ist nichts Gutes, sondern wird ein Feind genannt (1. Korinther 15:26).

Aber rufen Sie sich wieder ins Gedächtnis, dass Gott, in Seiner unendlichen Weisheit, aus allem etwas Gutes kommen lassen kann, und der Tod ist keine Ausnahme. Gott ist fähig, sogar aus dem Tod selbst etwas Gutes kommen zu lassen. Natürliche Selektion, obwohl geschürt vom Tod, hilft der Population, indem sie genetische Defekte etc. los wird. Gleichsam hätte Christus ohne den Tod denselben nicht überwunden und wäre nicht in Seiner Auferstehung verherrlicht worden.

Was also kann natürliche Selektion erreichen und nicht erreichen? Die Tabelle auf der nächsten Seite zeigt einige der Hauptpunkte.

Natürliche Selektion kann Natürliche Selektion kann nicht
1. genetische Information verringern. 1. genetische Information erhöhen oder neue genetische Information zur Verfügung stellen.
2. Organismen ermöglichen, in einer bestimmten Umgebung besser zu überleben. 2. Organismen ermöglichen, sich von Molekülen zum Menschen zu entwickeln.
3. als ein „Selektor‟ agieren. 3. als ein „Urheber‟ agieren.
4. den schöpferischen „Obstgarten‟ des Lebens unterstützen. 4. den evolutionären „Baum‟ des Lebens unterstützen.
Morphologie-Zeit

Der evolutionäre Baum, welcher postuliert, dass alle heutigen Spezies von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen (welcher sich selbst von nichtlebenden Chemikalien entwickelte).

Morphologie-Zeit-Schopfung

Der kreationistische Obstgarten,10 welcher zeigt, dass Vielfalt innerhalb der ursprünglichen Genesis-Arten im Laufe der Zeit aufgetreten ist.11

Natürliche Selektion und Hunde

Lassen Sie uns die Möglichkeiten und Beschränkungen von natürlicher Selektion verdeutlichen, indem wir das Beispiel von unterschiedlicher Felllänge von Hunden (designed variation – entworfene Variation) verwenden.

Es gibt viele verschiedene Hunde-Spezies – manche mit langem Fell und manche mit kurzem Fell. Die ursprüngliche Hundeart, am ehesten dem heutigen Wolf ähnelnd, hatte mehrere Varianten des Gens für Felllänge. L wird die Variante des Gens sein, das langes Fell repräsentiert und S wird die Variante des Gens sein, das kurzes Fell repräsentiert.

Die ursprüngliche Hundeart wird am ehesten eine Mischung der Gene gewesen sein, die die Felllänge bestimmen, einschließlich sowohl L als auch S. Wegen dieses Erbguts hatten sie auch am ehesten das Merkmal von durchschnittlicher Felllänge. Als die ursprüngliche Art (LS-Hunde) sich paarte, konnte ihre genetische Variabilität in ihrem Nachwuchs in drei Weisen gesehen werden – LL für langes Fell, LS für durchschnittliches Fell und SS für kurzes Fell.

Wenn sich dann zwei Langfell-Hunde paarten, ist das einzig mögliche Ergebnis für den Nachwuchs LL, langes Fell. Wie in dem unten stehenden Beispiel gesehen werden kann, haben die Langfell-Hunde die S-Gen-Variante verloren und sind somit nicht fähig, Hunde mit kurzem oder durchschnittlichem Fell zu produzieren. Dieser Verlust mag ein Vorteil sein, wenn diese Langfell-Hunde in einem Gebiet mit kalten Temperaturen leben. Die Langfell-Hunde wären dann natürlich selektiv bevorzugt, da sie besser in der bestimmten Umgebung überleben würden. Schließlich hätte die Mehrheit der Hundepopulation dieses Gebiets langes Fell.

All diese hunde

Jedoch könnte der Verlust der S-Variante ein Nachteil für die Langfell-Hunde sein, wenn das Klima wärmer würde oder wenn die Hunde in ein wärmeres Klima zögen. Wegen ihrer verminderten genetischen Vielfalt (kein S-Gen) wären sie außerstande, Hunde mit kurzem Fell zu produzieren, was benötigt würde, um besser in einer warmen Umgebung zu überleben. In dieser Situation wären die Langfell-Hunde natürlich selektiv benachteiligt und würden sterben.

Als die zwei Hunde, die die Hundeart repräsentierten, aus Noahs Arche herauskamen und anfingen, sich über den Erdball zu verbreiten, da können wir sehen, wie die Variation manche Tiere begünstigte und andere nicht.

Wenn wir die Punkte von der Tabelle dafür verwenden, was natürliche Selektion erreichen kann (wie oben gesehen), kann gesehen werden, dass:

  1. durch natürliche Selektion genetische Information (Vielfalt) verloren ging.
  2. die Langfell-Hunde besser in einer kalten Umgebung überleben; sie sind weniger fähig, in einer warmen Umgebung zu überleben und umgekehrt.
  3. eine besondere Eigenschaft in der Hundepopulation selektiv bevorzugt wurde.
  4. Hunde immer noch Hunde sind, weil die Variation innerhalb der Grenzen von „Art‟ ist.

Natürliche Selektion von entworfener Variation innerhalb der Hundeart ist kein Beispiel von Evolution, denn es führt nicht zu der Bildung einer unterschiedlichen Art von Tier wie z.B. einem Pferd, einem Bären oder einem Menschen. Stattdessen ist es Beweis von Gottes Gnade, indem er Seine Schöpfung versorgt in den veränderten Umgebungen einer Welt nach dem Sündenfall und nach der Flut.

Natürliche Selektion und Bakterien

Ein weiteres Beispiel von natürlicher Selektion ist das der Antibiotika-Resistenz bei Bakterien. Solche natürliche Selektion wird allgemein dargestellt als Evolution in Aktion, aber in diesem Fall arbeitet natürliche Selektion vielmehr in Verbindung mit Mutation als mit entworfener Variation.

Antibiotika sind natürliche Produkte, hergestellt durch Pilze und Bakterien, und die Antibiotika, die wir heute verwenden, sind typischerweise Derivate von jenen. Wegen dieser Beziehung ist es nicht überraschend, dass einige Bakterien Resistenz gegen bestimmte Antibiotika haben; das müssen sie auch, um in ihrer Umgebung konkurrenzfähig zu sein. Tatsächlich würden Sie, wenn Sie eine Probe des Erdbodens von außerhalb Ihres Hauses nehmen würden, Antibiotika-restistente Bakterien finden.

Ein Bakterium kann Resistenz durch zwei primäre Wege bekommen:

  1. Durch Verlust von genetischer Information und
  2. durch Verwendung eines Konstruktionsmerkmals, eingebaut, um DNS zu tauschen – ein Bakterium bekommt Resistenz von einem anderen Bakterium, das Resistenz hat.

Lassen Sie uns die erste Möglichkeit betrachten. Antibiotika binden normalerweise an ein Protein im Bakterium und hindern es daran, richtig zu funktionieren, was das Bakterium tötet. Antibiotika-resistente Bakterien haben eine Mutation in der DNS, welche dieses Protein codiert. Das Antibiotikum kann dann nicht an das von der mutierten DNS produzierte Protein binden und somit leben die Bakterien. Obwohl die Bakterien gut in einer Umgebung mit Antibiotika überleben können, ist es mit einem Preis verbunden. Wenn die Antibiotika-resistenten Bakterien mit den nicht-mutierten Bakterien in einer Umgebung ohne Antiobiotika gezüchtet werden, werden die nicht-mutierten Bakterien leben und die mutierten Bakterien werden sterben. Dies ist so, weil die mutierten Bakterien ein mutiertes Protein produzieren, das ihnen nicht ermöglicht, mit anderen Bakterien um notwendige Nährstoffe zu konkurrieren. Die „Superkeime‟ sind eigentlich „Superschwächlinge‟.12

Lassen Sie uns das etwas näher erläutern, indem wir uns die Bakterien Helicobacter pylori ansehen. Antibiotika-resistente H. pylori haben eine Mutation, die aus dem Verlust von Information, um ein Enzym zu produzieren, resultiert. Dieses Enzym wandelt normalerweise ein Antibiotikum in ein Gift um, welches den Tod verursacht. Wenn aber die Antibiotika bei den mutierten H. pylori angewendet werden, können diese Bakterien leben, während die normalen Bakterien getötet werden. Durch natürliche Selektion überleben also die, die Information verloren haben und geben dieses Merkmal an ihre Nachkommen weiter.

Produciert enzym

Nun lassen Sie uns die zweite Methode ansehen. Ein Bakterium kann antibiotische Resistenz bekommen, indem es die oben genannte mutierte DNS von einem anderen Bakterium bekommt. Anders als Sie und ich können Bakterien DNS tauschen. Es ist wichtig zu beachten, dass dies immer noch nicht als ein Gewinn von genetischer Information angesehen wird, weil die Information schon besteht und dass, obwohl die mutierte DNS für ein bestimmtes Bakterium neu sein mag, sie allgemein nicht neu ist.

Wenn wir die Punkte von der Tabelle dafür verwenden, was natürliche Selektion erreichen kann, kann gesehen werden, dass:

  1. durch Mutation genetische Information verloren ging.
  2. die Antibiotika-resistenten Bakterien nur gut überleben in einer Umgebung mit Antibiotika; sie sind weniger überlebensfähig in der Wildnis. (Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass das Bekommen von Antiobiotika-Resistenz nicht ein Beispiel einer vorteilhaften Mutation ist, sondern vielmehr ein vorteilhaftes Ergebnis einer Mutation in einer bestimmten Umgebung. Diese Arten von Mutationen sind selten in anderen Organismen, weil die Nachkommen zahlenmäßig mehr begrenzt sind; daher gibt es einen größeren Bedarf, genetische Integrität zu bewahren.)
  3. eine bestimmte Mutation in einer bakteriellen Population selektiv bevorzugt wurde.
  4. H. pylori ist immer noch H. pylori. Keine Evolution hat stattgefunden, um es in etwas anderes zu verändern – es sind immer noch dieselben Bakterien mit etwas Variation.

Anstatt ein Beispiel von Evolution in Aktion zu sein, ist Antibiotika-Resistenz bei Bakterien ein weiteres Beispiel von natürlicher Selektion, angemessen betrachtet aus einer biblischen/kreationistischen Perspektive.

Speziation (Artenbildung) – ein mögliches Ergebnis natürlicher Selektion

Naturliche Selektion in Gang

Eine Spezies kann definiert werden als eine Population von Organismen, produziert von einer Parentalpopulation, die sich so signifikant verändert hat, dass sie sich nicht mehr mit der Parentalpopulation untereinander vermehren kann. Verwenden wir das Beispiel von Hunden, ist es möglich, dass Langfell-Hunde sich hinreichend verändern könnten (andere Veränderungen außer dem Fell könnten auch für das Leben in kalten Umgebungen selektiv bevorzugt sein), bis zu dem Punkt, dass sie sich nicht mehr mit Kurzfell- oder Durchschnittsfell-Hunden paaren können.

Obwohl Evolutionisten behaupten, dass Speziation lange Zeiträume braucht (Millionen von Jahren), sind sie oft erstaunt, wie schnell heute die Bildung von Spezies beobachtet werden kann. Es ist beobachtet worden, dass Speziation in gerade mal ein paar Jahren auftritt, wie gesehen bei Guppys, Eidechsen, Fruchtfliegen, Stechmücken, Finken und Mäusen.13 Diese Beobachtung überrascht Kreationisten nicht, da alle Spezies, die in der Vergangenheit und heute gelebt haben und leben, in weniger als 6.000 Jahren aus den ursprünglich geschaffenen Arten produziert worden sein müssen. Tatsächlich müssen solche Prozesse (und vielleicht andere genetische Faktoren) rasch nach der Flut erfolgt sein, sodass sie Variation innerhalb jeder Art produziert haben. Solche Auswirkungen sind weitgehend verantwortlich für das Entwickeln der enormen Vielfalt, die wir in der Welt der Lebewesen sehen.14

Es wurde nie beobachtet, dass Speziation einen Organismus einer unterschiedlichen Art gebildet hat, etwa eine Hundespezies, die eine Katze produziert. Speziation wirkt nur innerhalb einer Art. Evolution erfordert, dass natürliche Selektion und Speziation neue Arten aus einer früheren Art hervorrufen (z.B. Dinosaurier, die sich zu Vögeln entwickeln). Speziation jedoch führt zu einem Verlust von Information, nicht dem Gewinn von Information, den die Evolution erfordert. Somit kann Speziation als ein mögliches Ergebnis von natürlicher Selektion nicht als ein Mechanismus für „molecules-to-man‟-Evolution benutzt werden.

Schlussfolgerung

Diskutiert man natürliche Selektion als einen möglichen Mechanismus für Evolution, ist es wichtig, Begriffe zu definieren. Evolutionisten und biblische Kreationisten betrachten diese Begriffe unterschiedlich, aber es geht darum, wie wir die Beweise im Licht unseres Fundaments interpretieren. Betrachten wir natürliche Selektion, indem wir Gottes Wort als unser Fundament verwenden, oder benutzen wir menschliche Ideen als unser Fundament?

Die kreationistische Betrachtungsweise der natürlichen Selektion wird biblisch und wissenschaftlich gestützt. Natürliche Selektion ist ein von Gott bestimmter Prozess, der Organismen ermöglicht, in einer Welt nach dem Sündenfall und nach der Flut zu überleben. Sie ist eine beobachtbare Realität, die in der Jetztzeit auftritt, Nutzen aus den Variationen innerhalb der Arten zieht und wirkt, um die genetische Lebensfähigkeit der Arten zu bewahren.

Vereinfacht gesagt, die Veränderungen, die man heute beobachtet, zeigen Variation innerhalb der geschaffenen Art – eine horizontale Veränderung. Für ein evolutionäres „molecules-to-man‟-Modell muss es eine Veränderungen von einer Art in eine andere geben – eine vertikale Veränderung. Das wird schlichtweg nicht beobachtet. Wir haben nie gesehen, dass ein Bakterium wie H. pylori etwas wie einen Hund hervorruft. Stattdessen beobachten wir einfach nur Variationen innerhalb jeder geschaffenen Art.

Evolution erfordert eine Zunahme von Information, die zu einer gerichteten Bewegung von Molekülen zum Menschen führt. Natürliche Selektion kann kein Mechanismus für Evolution sein, denn sie führt zu einem Rückgang an Information und ist nicht gerichtet. Speziation kann auftreten als ein Resultat von natürlicher Selektion, aber sie tritt nur innerhalb einer Art auf. Daher ist sie auch kein Mechanismus für Evolution, sondern stützt vielmehr das biblische Modell.

Natürliche Selektion kann nicht die treibende Kraft for „molecules-to-man‟-Evolution sein, da sie diese Kraft nicht hat, auch sollte sie nicht mit „molecules-to-man‟-Evolution verwechselt werden. Sie ist ein beobachtbares Phänomen, das genetische Lebensfähigkeit bewahrt und begrenzte Variation innerhalb einer Art ermöglicht – nicht mehr und nicht weniger. Sie ist eine großartige Bestätigung der Geschichte der Bibel.

Footnotes

  1. Michael A.Park, Introducing Anthropology: An Integrated Approach, 2nd Ed., glossary, highered.mcgraw-hill.com/sites/0072549238/student_view0/glossary.html, 2002.
  2. National Geographic’s strange days on planet earth, glossary, www.pbs.org/strangedays/glossary/N.html.
  3. Dinosaurs—glossary of terms, www.internal.schools.net.au/edu/lesson_ideas/dinosaurs/glossary.html.
  4. S.J. Gould, What does the dreaded “E” word mean, anyway? Natural History 109(1): 28–44, 2000.
  5. D. O’Leary, By Design or by Chance? Castle Quay, Kitchener, Ontario, Canada, 7, 2004.
  6. Eugenie C. Scott, Creation or evolution? www.ncseweb.org/resources/articles/6261_creation_or_evolution__1_9_2001.asp.
  7. J. Foard, The Darwin papers, “Edward Blyth and natural selection,” www.thedarwinpapers.com.
  8. Letter from Charles Darwin to Joseph Hooker, Darwin Archives, Cambridge University, July 13, 1856.
  9. See chapter 21 in this book.
  10. Dr. Kurt Wise developed the “orchard” analogy in the early 90s.
  11. Creationists often refer to each kind as a baramin, from Hebrew bara = create and min = kind.
  12. C. Wieland, Superbugs not super after all, Creation 20(1):10–13, June–August 1992.
  13. D. Catchpoole and C. Wieland, Speedy species surprise, Creation 23(2):13–15, March 2001.
  14. C. Wieland, Darwin’s finches, Creation 14(3):22–23, June 1992.

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